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Linard Bardill bei Aeschbacher

am Oktober 23, 2012 — in der Rubrik: Der Kleine Buddha,Interview

Aeschbacher vom 18.10.2012



Tell in Ruggell

am September 29, 2012 — in der Rubrik: Artikel,Interview,Wilhelm Tell

Bardill mit Tell in Ruggell Oberland Nachrichten



Thesen

am September 27, 2012 — in der Rubrik: Thesen

 

 

 

Thesen zu Verlust und Wiederentdeckung der Kindheit – 2012

„Ich habe während der letzten Jahre festgestellt, dass die Kinder immer jünger werden, die an meine Konzerte kommen. Meinen Kollegen geht das genau so. Was bedeutet das? Ich habe dazu 14 Thesen formuliert. Während des Kinderliedermacherkongresses in Hamburg vom 25.-27. September werden diese Thesen diskutiert.“
=> www.kinderlied-kongress.de/kongress.html.
Bardill wird sie an einem Elternworkshop am 14. November in der Kartause Ittingen verbunden mit Liedern Geschichten und Erlebnissen vorstellen“

1. Analyse (wie beurteilen wir die Situation)
2. Gründe (warum ist es so weit gekommen?)
3. Wie weiter ? (welche Gegenstrategien sehen)

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Zeitungsartikel zu diesem Thema


Limmattaler Zeitung – März 2012


Zeitungsartikel Südostschweiz – Janaur 2011


„Pädagogik kann man vergessen“


„Lebensfreude nicht ersticken“

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Als ein Teil der Erwachsenen, die in einer ganz spezifischen und innigen Weise mit Kindern zu tun haben, als Kinderliedermacher schlagen wir Alarm:

Analyse

1. Die Kinder, die an unsere Konzerte kommen, werden immer jünger. Kaum aus der Kinder Spielgruppe werden sie schon von der Erwachsenenwelt, ihrer Musik und Unterhaltungsindustrie geködert und auf Erwachsen getrimmt.

2. Unseren Kindern kommt immer mehr und früher die Kindheit abhanden. Unter Kindheit stellen wir uns das Alter der Menschen vor, in dem sie gebildet werden, in dem sie Erfahrungen sammeln, in dem sie Kind sind. Kind sein heisst, in einem geschützten Raum aufwachsen zu dürfen, in dem Fantasie und Unbekümmertheit, Spiel und Kennen lernen der Welt möglich ist, ohne mit den Problemen und den selbstbezogenen Absichten der Erwachsenen wie Kommerz oder Egoproblemen zugeschüttet zu werden.

3. Kinder haben das Recht auf ihre eigene spezifische seelische Entwicklung. Diese Entwicklung wird entweder nicht unterstützt oder übermotiviert forciert, indem die Kinder immer früher zu kleinen Erwachsenen gemacht werden.

4. Dies geschieht durch Intellektualisierung, Kommerzialisierung und Entsinnlichung der Kinder. Anstatt dass die Erwachsenen den Kindern Räume schaffen und Erziehung gestalten, überlassen sie sie den Flatscreens, der Werbung und einem Heer von pädagogischem Personal, das die Kinder analisiert und dann therapiert, anstatt sie im obigen Sinne zu erziehen.

Mögliche Gründe:

5. Die Gründe dafür sind vielzählig. Einer der Hauptgründe ist, dass die Erwachsenen ihr eigenes inneres Kind verdrängen, es vergessen oder verloren haben. Darum setzten sie Kindern immer mehr Realitäten und Themen, Dingen und Problemen aus, mit denen die Kinder überfordert sind und in ihrer Entwicklung gehemmt statt befördert werden.

6. Weitere Gründe sind: Immer weniger Freiräume, in denen die Kinder mit anderen Kindern ihre Welt gestalten und entdecken können. Immer mehr Kinder bewegen sich nicht oder zu wenig, werden gefahren, werden vor Bildschirme jeder Art gesetzt. Es fehlen Bezugspersonen, die ausserhalb der Kleinfamilie leben und ein Teil des Daseins der Kinder mit gestalten.

7. Immer mehr fehlt der Bezug zum Geheimnis der Welt. Die Schönheit und Würde der Erde, der Natur, der Tiere und Pflanzen, der Jahreszeiten und der Kunst wird viel zu wenig erfahren.

8. Der Verlust an Ritualen, an Sicherheiten für die Kinder ist galoppierend.

Gegenstrategien:

9. Als Gegenstrategien fordern wir Freiräume für Kinder, wo Fantasie und Spiel nicht interessengesteuert sind.

10. Wir fordern für die Kinder Rituale und Erziehungsbereitschaft ein, die ihnen Sicherheiten und Leitplanken geben.

11. Wir fordern eine Beschränkung der Zeit, in denen Kindern virtuellen Realitäten (Flatscreens) ausgesetzt werden.

12. Kinder brauchen Liebe, Rituale, Sicherheit, Grenzen, Freiraum, andere Kinder, andere erwachsene Bezugspersonen ausser den Eltern, Tiere, sinnliche Welterfahrung.

13. Als Erwachsene brauchen wir Bewusstsein über unsere Egoproblematik und die Pflege unseres eigenen inneren Kindes.

14. Kinder brauchen Geschichten, Lieder, Theater, Bilder, die für sie geschaffen sind, sie anregen, prägen, inspirieren und beflügeln. Diese Art von Bildung bedarf der Unterstützung nicht nur in den institutionalisierten Einrichtungen, sondern auch in jeder Familie, in der Unterhaltungsindustrie (incl. Radio und Fernsehen) und in der gesamten Gesellschaft.

Lesen Sie einen von Bardill empfohlenen
Zeitungsartikel zu diesem Thema.

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Gegen den Verlust der Kindheit – Workshop

Was Kinder (und Erwachsene) brauchen
„Unseren Kindern kommt immer mehr und früher die Kindheit abhanden“, so der Liedermacher Linard Bardill. „Kinder haben das Recht auf ihre eigene spezifische Entwicklung. Diese Entwicklung wird entweder nicht unterstützt oder aber forciert, indem die Kinder immer früher in die Welt von Verstand, Kommerz und Abstraktion gezogen werden.“ Bardill sieht eine Hauptursache darin, dass die Erziehenden ihr eigenes inneres Kind vergessen haben. Sein grosses Anliegen ist die Wiederentdeckung der Kindheit. Er wird seine Thesen in Form von Liedern und Geschichten formulieren und seine Erfahrungen mitsingleicht vermitteln, immer uns und unseren Kindern auf der Spur.

Im zweiten Teil des Abends spannt der Liedermacher mit dem Pädagogen Jan-Uwe Rogge zusammen, dessen Bücher zu Bestsellern wurden. Rogge spricht aus seinem reichen Erfahrungsschatz zum Thema „Was Kinder heute brauchen“.


 
 
 
 


Tagi Premierenkritik vom neuen Progerammm „der kli Buddha“

am September 21, 2012 — in der Rubrik: Artikel,Der Kleine Buddha

Linard Bardill führt in die Welt des kleinen Buddha ein Zürich, Miller’s – Erst ist man sich nicht ganz sicher, wo das hinführen soll an diesem Abend: Da ist in einem ersten Lied davon die Rede, dass der Sänger der eigenen Nase folgt, genau wie der Rest der Menschheit auch. Dann wird gejodelt. Und wenig später, nachdem der Bündner Liedermacher Linard Bardill den kleinen Buddha eingeführt hat, der dem Abend und einem Buch voller Geschichten, Lieder und Gedichte den Namen gibt, geht es plötzlich in einer abgeänderten Version des Schweizer Pophits «Campari Soda» um Latte macchiato.
Mit der Zeit aber gewinnt die Darbietung an Charme und Stringenz. Die Welt des kleinen Buddha – Bardills Spitzname für seinen 9-jährigen Sohn – erschliesst sich allmählich auch der Zuhörerschaft. Bardill wird zum Geschichtenerzähler, zum Kolporteur. Zu einem, der gar nichtviel dazuaddieren und verklamauken muss. Und zwischen den Geschichten und Liedern vom knatschigen Abendessen, das die Tochter als «Zauberin» von neuem beginnen lässt, nur damit der kleine Buddha es mit einem «Simsibim!» abermals startet, manifestiert sich gelebtes Leben in vielen Schattierungen. Der Unterton, man ahnt es schon, ist dann doch auch ernst: Der kleine Bud dha, «letzter Sargnagel» für Bardills «gestresstes Weltverbesserungshirn», leidet an Trisomie 21. Wobei das Wort «leiden» falsch gewählt ist. Er eröffnet dem Sänger und Erzähler, der auf der Bühne vom genialen Sidekick Bruno Brandenberger am Kontrabass ergänzt wird – gemeinsam trällern und zupfen sie melodieverliebt und werfen sich bedeutungsvolle, genau getimte Blicke zu -, eine neue, entschleunigte Weltsicht. Eine, die auch auf das Publikum übergeht.
Adrian Schräder
Wiederholung am 4. Oktober.



Reaktion auf Premiere

am — in der Rubrik: Aktuelles,Der Kleine Buddha

Der Tagesanzeiger schreibt

„Der kleine Buddha“ eröffnet dem Sänger und Erzähler Linard  Bardill, der auf der Bühne vom genialen Sidekick Bruno Brandenberger am Kontrabass ergänzt wird  eine neue, entschleunigte Weltsicht. Eine, die auch auf das Publikum übergeht.  



Coopzeitung der Titel!

am September 11, 2012 — in der Rubrik: Artikel,Der Kleine Buddha

Die Coopzeitung hat drei verschiedene Artikel zum Thema: Wer ist hier eigentlich anders?“ Leben mit einem so genannt behinderten Menschen veröffentlicht. Mich freut es sehr, dass der kleine Buddha Anlass zu so viel Gedanken und Überlegungen ist.
Lesen sie hier: 
Argus KW36 Coopzeitung IV
 
Der Kommentar des Chefredaktors Matthias Zehnder, dem ich an dieser stelle herzlich danken möchte. 
Argus KW36 Coop Zeitung II
 
Die Kolumne zum Thema: 
Argus KW36 Coop Zeitung III
 


Tell Sternstunde in Benken

am September 10, 2012 — in der Rubrik: Artikel,Wilhelm Tell

Manchmal gibt es kleine Sternstunden eines Programms.

Wir haben das „Nid so schnell, wilhlem Tell“, nun bald 40 mal mit Chor gesungen.

Benken war sehr besonders. Danke an den Kinderchor, an Simone und Patrick, die Leiter und danke für den Frauenverein Benken für die Einladung!

 

http://www.kinderchor-benken.ch/linard.php

 



Aufruf

am August 23, 2012 — in der Rubrik: Aktuelles,Der Kleine Buddha

Die neuste medizintechnischen Errungenschaft, mit deren Hilfe ab der 12. Schwangerschaftswoche im Bluttest pränatal festgestellt werden kann, ob ein Kind mit Downsyndrom geboren werden will, halten wir für zwiespältig und lebensfeindlich.
Die Vorstellung, Kinder mit Downsyndrom seinen behindert oder krank lehnen wir ab. Vielmehr weist der voraussichtlich bald flächendeckend eingesetzte Diagnostik – Test auf eine Behinderung des Denkens in unserer Gesellschaft hin.
Als Eltern und Bekannte von Kindern mit Down Syndrom erfahren wir diese Kinder nicht als behindert, sondern als als vollkommen und ganz. Es fehlt ihnen primär nichts. Im Gegenteil. Sie werden uns zu Lehrern und Vorbildern in stets wechselnden Bezügen. Sie sind bei aller Herausforderung eine tiefe Bereicherung unserer Familien und unseres Lebens.
Weil wir um die Trauer wissen, die eine Abtreibung hinterlassen kann, setzen wir uns ein, dass Eltern mit den etwas anderen Kindern von Anfang an kompetent beraten und unterstützt werden.
Die Möglichkeit eine ganze Spezies Mensch durch Euthanasie auszuschalten, erinnert uns an finstere Zeiten und als Zukunftsvision ist sie ein Alptraum. Der der Anfang einer „schönen neuen Welt“, die uns in keiner Weise erstrebenswert erscheint.
Linard Bardill