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Kurz vor einem Weltkrieg?

am Oktober 9, 2015 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

In einem Besorgnis erregenden Artikel von 20 Minuten.ch

http://www.20min.ch/ausland/news/story/Putin-nimmt-ein-naechstes-Ziel-ins-Visier—die-Nato-11413795

zitiert das Gratisblatt den Artikel einer Washingtoner Online – Zeitung, nach welchem Putin in den nächsten 16 Monaten Osteuropa und Syrien so destabilisieren werde, dass die Nato sowohl in Syrien wie in der Ukraine eine ungeheure Schlappe einzustecken hätte. «Die Nato wäre entlarvt als ein Bund ohne Schwert. Und Millionen von Osteuropäern kämen unter die Fuchtel von Wladimir Putin.» zitiert 20 Minuten den Autor Matthew Continetti von «Washington Beacon».

Der Syrienkonflikt, in dem die Russen überraschend eingegriffen haben, könnte zum Ausgang eines noch viel weiteren, sprich weltweiten Krieges werden. Die „Ostfront“, sprich Ukrainekonflikt,  würde somit auf Grund des russischen Syrieneinsatzes zur Nagelprobe für die Nato, die sich zwischen Krieg gegen Russland oder Verrat an seinen Verbündeten im Osten entscheiden müsste.  Es wird ganz offen Angst vor einem Weltkrieg gemacht.
Fastkollisionen von Amerikanischen und Russischen Militärflugzeugen und eine de facto nicht mehr durchsetzbare Flugverbotszone in Syrien seien die untrüglichen Indizien für die definitive Rückkehr Russlands zum politischen global Player Wobei das Wort Player etwas gar sportlich tönt. Es erinnert an den 1. WK als der deutsche Kronprinz mit dem Tennisschläger in der Hand  seine Mann mit  einem herzhaften „immer feste druff“ in das grosse Menschenschlachten  schickte.
Nachdem Gorbatschew (immer noch der meist gehasste Mann in Russland)  und Jelzin Russland an fremde Mächten verkauft habe, werde Putin nun Russland zurück zur Macht führen, heisst es in der russischen Propaganda.
Mit im Boot der Machthungrigen: Saudi-Arabien mit seinem Krieg gegen Jemen und der Drohkulisse gegen Iran und der Iran selbst, der in seinem Einflussgebiet schiitische Kräfte aufbaut und unterstützt mit dem Ziel einer schiitischen Machterweiterung. Dazu kommt Israel. Kriegserfahren und gewillt seine kleine Existenz bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen. Ein möglicher dritter Weltkrieg liegt in der Luft. Die Angst vor ihm wird schon in den sonst doch eher harmlosen einheimischen Gratispostillen wie 20 Minuten heraufbeschworen und geschürt.
Will man uns klar machen, dass wir bald Dinge zu akzeptieren haben, die wir uns noch vor kurzem nicht hätten vorstellen können?
Präsident Recep Tayyip Erdogan erinnerte jüngst in Brüssel an das gegenseitige Hilfsversprechen der Mitgliedsländer, als er sagte: «Ein Angriff auf die Türkei ist ein Angriff auf die Nato.»

Mir kommt es vor, als ob wir auf einen grossen Krieg vorbereitet würden. Oder zumindest auf einer gewaltige Machtverschiebung in der Welt mit unvorstellbaren Opfern und Verlierern. Die Flüchtlinge sind nur der physische Beweis dafür. Auch Europa kommt nicht darum  herum zu begreifen, dass es zum Spielball von Mächten geworden ist, die es längst nicht mehr zu kontrollieren weiss. Die Engländer haben auf Seiten der Amerikaner dem Irak die nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen zerstört (die Schätzung der Toten Im Irak geht von 100’000 bis zu einer Million), die Franzosen haben siegestrunken Gadhafi niedergebombt. Die Deutschen haben lauthals ihre Interessen am Hindukusch verteidigt. Heute verteidigen sie gar nichts mehr. Und in kurzer Zeit werden sie sich aufreiben mit der Frage, wie man die Flüchtlingsströme stoppen kann und wie man die Aufgenommenen wieder los wird. Welche Mächte sind an diesem Krieg interessiert? Wer ist der Gewinner? Wenn zwei sich den Schädel einschlagen, gibt es immer einen lachenden Dritten. Aber hier schlagen sich bald 3, 4, 5 gegenseitig die Schädel ein –  mit so genannten Kollateralschaden von Millionen Toten und Flüchtlingen und mit der Zerstörung von Städten, Kulturen, und ziviler Errungenschaften. Wer soll da der lachende 3. 4. oder 5. sein. Die Globalisten, wie einige Verschwörungsgewisse meinen, die Bilderberger, die Freimaurer?
Was ich sicher weiss: Im Krieg sind die Menschen, die einfach nur leben , ihre Kinder grossziehen, mal Ferien am Meer oder in den Bergen machen wollen, also wohl 99% aller Menschen, die keine Ambitionen auf Weltherrschaft haben und die niemandem ihren Willen aufzuzwingen wollen, diese Menschen sind im Krieg immer unter den Verlierern.
Ich lasse mir die Hoffnung, dass Frieden möglich ist, nicht nehmen. Und bete für ihn. Jesus sagt: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch“. Buddha sagt: „Wie wunderbar, alle Wesen ganz und vollkommen von Anbeginn“. Diesem Geheimnis nachzuspüren halte ich für lohnenswerter als mich von der Angst verwirren und versteinern zu lassen. Ich weiss, das ist wenig. Aber es ist immer noch mehr als in den Chor derer einzustimmen, die sich mit dem Irrsinn abgefunden oder gar arrangiert haben.
Scharans am 9. Oktober 2015
Linard Bardill

http://www.20min.ch/ausland/news/story/Putin-nimmt-ein-naechstes-Ziel-ins-Visier—die-Nato-11413795

 



2 Gedanken zu „Kurz vor einem Weltkrieg?

  1. lieber Linard.
    Alle sind wir auf ganz wunderbare Weise miteinander verbunden. Es ist wunderbar, was sie für den inneren Frieden, der sich ja dann in der äußeren Welt spiegelt,
    anbieten und tun! Vielen herzlichen Dank dafür, für die Kraft,
    die Musik, die Kreativität.
    Danke, danke.
    In Frieden,
    Lea Diem

  2. Angst machen mir nicht nur die grossen Dinge, die wir in der Zeitung lesen. Vielmehr, was ich tagtäglich in meiner Arbeit erlebe. Ich betreue Kinder in einem Hort in der Stadt Zürich. Es geht darum immer mehr Kinder mit immer weniger Geld zu betreuen. Wir geben den Kindern Essen aus aufgewärmten Plastiksäcken und erzählen den Eltern, dass wir sie gesund ernähren. immer mehr Kinder in gleichgrossen Räumen, weniger und schlechter ausgebildetes Personal und so weiter. In der Stadt Zürich will die Politik fächendeckend Tagesschulen einrichten, damit die Eltern in der Wirtschaft möglichst erfolgreich sind. Unsere Gesellschaft will mit Alten, Beeinträchtigten und Kindern so wenig wie möglich zu tun haben. Alle Menschen, die wirtschaftlich kein Geld einbringen sind für die Gesellschaft nicht interessant und werden, deshalb soweit wie möglich an den Rand gedrängt, „versorgt“. Das Lieblingswort in der Betreuung der Kinder lautet im Moment, professionelle Beziehung: lass sie nur nicht zu nahe an dich ran. So erreichen wir eine Gesellschaft, in der Beziehungen, oder Liebe, im Sinn von nicht nur ich bin wichtig, sondern auch andere Menschen. Hier beginnt der nächste Krieg, weil uns die Herzen der Kinder nicht mehr wichtig sind, weil uns die Liebe nicht mehr wichtig ist, sondern nur noch Geld und Profit. Angst macht mir, dass wir Menschen scheinbar nicht lernfähig sind zwei Weltkriege reichen uns wohl nicht, noch immer hat der Stärkere, Reichere und Mächtigere recht. Leider wiegt Geld und Macht schwerer, als Kreativität, Toleranz und Liebe. so schwer es mir nach 50 Jahren leben fällt, muss ich sehen, dass die Situation in der Welt sich nicht verbessert hat, ganz im Gegenteil.

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