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Terror und unsere Ideale von Freiheit und Gerechtigkeit

am März 23, 2016 — in der Rubrik: Aktuelles

Es ist verständlich, dass wir jetzt so betroffen sind mit Paris Brüssel etc. Doch der Terror und seine Auswirkungen sind nicht aus dem Himmel gefallen. Sie haben eine tödliche Logik. Denn die Geschichte der misslungenen Beziehung des Westens mit der arabischen Welt nimmt nur ihren gut nachvollziehbaren Fortgang. Es wird nämlich offenbar, wie der Angriff auf den Irak und die gesamte Einmischung der USA auf den nahen und mittleren Osten zur Sicherung des Öls sich heute auswirkt.
Interessant ist auch, dass es immer wieder Amerikaner gibt, die diese Zusammenhänge, die übrigens in den arbischen Ländern Allgemeingut sind, offenlegen.
Ich habe da eine Rede von Robert Kennedy gelesen, dem Sohn des durch einen Araber ermordeten Präsidentschaftskandidaten Robert F Kennedy, Er geht im dem Artikel bis 1949 kurz nach der Gründung des CIA zurück und zeigt auf, wie sich damals die Beziehung zu Syrien entwickelt hat hat und wie der Hass auf den Westen entstand. Der Aufsatz heisst Why the Arabs Don’t Want Us in Syria und wurde im dem online MAgazin Politicomagazine veröffentlicht
Sehr interessant finde ich auch den Satz:
„Lange vor unsere Besetzung des Iraks in 2003, die den sunnitischen Aufstand auslöste, der sich nun in den Islamischen Staat umgewandelt hat, etc etc …“
Dieses Bewusstsein, dass der IS  eine direkte Reaktion auf den Irakkrieg ist, dieses Bewusstsein fehlt uns im Westen noch weitgehend. Es wäre aber Voraussetzung für eine formale Entschuldigung des Westens gegenüber dem heutigen Irak und dem Rest der arabischen Welt. Sonst kann eine Versöhnung nicht statt finden. Und nur Versöhnung kann einen Neuanfang versuchen und den  Frieden wieder herstellen, zwischen den Arabern und dem Teil der Welt, der während bald 70 Jahren nur eines gemacht hat: Seine eigenen Ideale von Freiheit, Gerechtigkeit, Brüderlichkeit und Gleichheit im arabischen Raum aufs schlimmste zu verraten.
Doch im Moment scheint nicht Neuanfang und Friede auf der Agenda der Kontrahenten, alle Fahnen scheinen auf Sturm zu stehen
Der Englische Aufsatz
die deutsche gekürzte Version

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/22/robert-kennedy-knallharte-abrechnung-mit-unmoralischer-us-politik-in-syrien/



2 Gedanken zu „Terror und unsere Ideale von Freiheit und Gerechtigkeit

  1. Lieber Linard
    Ich teile deine Meinung. Wir Europäer – als Schweizer gehören wir auch dazu – dürfen nicht einfach mit dem Finger auf die USA zeigen. Diese war in den letzten 70 Jahren die handelnde Macht, die Grundlage der Probleme hat aber Europa geschaffen! Da stehen wir in der Verantwortung. Das Mindeste wäre nun, grosszügig Flüchtlingen Schutz zu gewähren und international mitzuwirken, dass Frieden einkehren kann.
    Liebe Grüsse Matthias

  2. Bekämpfen ist etwas, vom Ineffizientesten, was es gibt. Ein „Sieg“ hinterlässt erst recht frustrierte Verlierer, die bei Gelegenheit ans „Heimzahlen“ denken.
    Das Beste ist, auf die „Gegner“ zuzugehen, sich in sie einzufühlen, in einen Austausch zu kommen.

    Fremde > Frennde > Freunde

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