Linard Bardill´s Inhalte: Aktuelles - Artikel - Interviews - Wichtige Dokumente - Newsletter
 

Tagi Premierenkritik vom neuen Progerammm „der kli Buddha“

am September 21, 2012 — in der Rubrik: Artikel,Der Kleine Buddha

Linard Bardill führt in die Welt des kleinen Buddha ein Zürich, Miller’s – Erst ist man sich nicht ganz sicher, wo das hinführen soll an diesem Abend: Da ist in einem ersten Lied davon die Rede, dass der Sänger der eigenen Nase folgt, genau wie der Rest der Menschheit auch. Dann wird gejodelt. Und wenig später, nachdem der Bündner Liedermacher Linard Bardill den kleinen Buddha eingeführt hat, der dem Abend und einem Buch voller Geschichten, Lieder und Gedichte den Namen gibt, geht es plötzlich in einer abgeänderten Version des Schweizer Pophits «Campari Soda» um Latte macchiato.
Mit der Zeit aber gewinnt die Darbietung an Charme und Stringenz. Die Welt des kleinen Buddha – Bardills Spitzname für seinen 9-jährigen Sohn – erschliesst sich allmählich auch der Zuhörerschaft. Bardill wird zum Geschichtenerzähler, zum Kolporteur. Zu einem, der gar nichtviel dazuaddieren und verklamauken muss. Und zwischen den Geschichten und Liedern vom knatschigen Abendessen, das die Tochter als «Zauberin» von neuem beginnen lässt, nur damit der kleine Buddha es mit einem «Simsibim!» abermals startet, manifestiert sich gelebtes Leben in vielen Schattierungen. Der Unterton, man ahnt es schon, ist dann doch auch ernst: Der kleine Bud dha, «letzter Sargnagel» für Bardills «gestresstes Weltverbesserungshirn», leidet an Trisomie 21. Wobei das Wort «leiden» falsch gewählt ist. Er eröffnet dem Sänger und Erzähler, der auf der Bühne vom genialen Sidekick Bruno Brandenberger am Kontrabass ergänzt wird – gemeinsam trällern und zupfen sie melodieverliebt und werfen sich bedeutungsvolle, genau getimte Blicke zu -, eine neue, entschleunigte Weltsicht. Eine, die auch auf das Publikum übergeht.
Adrian Schräder
Wiederholung am 4. Oktober.



6 Gedanken zu „Tagi Premierenkritik vom neuen Progerammm „der kli Buddha“

  1. Guten Tag Linard

    Wann wirst du wieder einmal im Bernbiet auftreten?

    Wir würden uns freuen.

    Deine Kolumnen in der Coop-Zeitung gehören zu meinem wöchentlichen Lesestoff. Vielen Dank und
    freundliche Grüsse
    Marianne

  2. Pingback: linard bardill

  3. Lieber Linard

    Ich würde mich riesig freuen wenn du mal in Basel spielen könntest z.B. an einem Abend oder am Wochenende

    Würde das mal gehen?

    Mit liebem Gruss

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.