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Sterben für Anfänger 10./11. Nov 2018

am September 21, 2015 — in der Rubrik: Kurse im Atelier Bardill

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Kurse mit Linard Bardill und weiteren Referenten.
In einer Welt, in der die Bezüge immer weniger gesellschaftstiftend sind, ist jeder einzelne von uns gefordert, für sich Sinn und Ziel seines Lebens zu suchen und zu formulieren. Dabei spielt die Endlichkeit unseres Lebens eine entscheidende Rolle. „Sterben für Anfänger“ steckt Horizonte ab, schaufelt Luftschächte frei, bietet Hand zum gemeinsamen Nachdenken über
WERDEN SEIN VERGEHEN.

1. Teil
Lebendigsein durch Sterbenlernen
Triennale jeweils am 2. Wochenende im November

Termine für 2018
10./11. November  (der Körper)
24. März/24 Juni/15. September  (Schulen der Wahrnehmung)

„Seit 3 Jahren führe ich mit Freunden, externen Fachleuten und Referenten den Kurs  „Sterben für Anfänger“ durch. Das grosse Erlebnis war für mich die Gemeinschaft im Singen und Ringen, im Üben und Zweifeln, im Lachen und Tanzen, im Meditieren und Diskutieren.“

Im Laufe der letzten 3 Veranstaltungen haben sich folgende Schwerpunkte gezeigt:

 1: Der Körper (Wochenendseminar 10/11. November 2018)
Das Thema Sterben von seiner ganz irdischen Seite:
– Wie mache ich mein Testament, Patientenverfügung, Vorsorgeauftrag,    Generalvollmacht
– Der Prozess des Sterbens, Palliativcare
– begleiteter Suizid, Sterbefasten,
– Meine Beerdigung
– Der Pfad der Trauer?

2: Die Seele  (Wochenendseminar 9/10. November 2019)
Das Thema als Frage nach den Vorstellungen und dem Glauben, was nach dem Tode kommt
– Ein kurzer Blick in die Geschichte von 5000 Jahren Jenseitsglauben.
– Wie entsteht Glaube?
– Ein Agnostiker gibt sich die Ehre (Man kann nur das Nichtwissen wissen)
– Kann man mit den Verstorbenen sprechen?

3: Der Geist (Wochenendseminar 7./8. November 2020)
Das Thema als Frage nach der Individualität
– Narziss und das Bild des Menschen
– Die grosse Spaltung
– Philosophia perennis
– Gnotise heauton (erkenne dich!)  oder die Frage nach dem Selbst
– Von der Erfahrung zur Freiheit vom Wunder zum Staunen

2. Teil:
Vertiefen des Wahrnehmung
Termine 2018:   24. März/24 Juni/15. September

 Wer die drei Seminare besucht hat (mindestens 2, das 3. kann während der Schulung besucht werden), kann sich für die Schule der Wahrnehmung anmelden:

Diese besteht aus jährlich drei Terminen von jeweils einem Tag.
Die Themen:
– Was ist Wirklichkeit?
– Was ist Versöhnung?
– Was ist Befreiung?
– Unwillkürlich! Der Boden der Instinkte
– Erkennen und Annehmen der Gefühle
– Ist das Ich ein Turm oder eine Piazza?
– Der Geist jenseits von Raum und Zeit
– wie entstehen Glaubensstrukturen?
– Erahnen des Selbst
– Was ist erweiterten Wahrnehmung
– Aufmerksamkeit auf der Schwelle
– Schritte ins Nu

Voraussetzung für die Wochenendseminare: Offener Geist, Bereitschaft, sich ins Gespräch zu bringen, Freude am Fabulieren und Zulassen seiner eigenen inneren und äusseren Realität/Wirklichkeit.
Voraussetzung für die Vertiefen der Wahrnehmung: mindestens 2 besuchte Wochenendseminare. Das 3. kann während der Schulung nachgeholt werden.

Nächste Daten::
10.November 2018 ab 14’00 Uhr
24. März/24 Juni/15. September jeweils 09’00 bis 18’00 Uhr

Kursort:
Atelier Bardill, Scharans http://www.bardill.ch/html/atelier/atelier.html

Kurskosten:
Die Anmeldung für die Wochenendseminare gilt nach Einzahlung des Kursgeldes von Fr. 300.- als definitiv und der Kursplatz ist somit gesichert.
Die Anmeldung für die Schulung gilt nach Einzahlung des Kursgeldes von Fr. 500.- als definitiv und der Kursplatz ist somit gesichert.
Bei Abmeldung bis 30 Tage vor Kursbeginn zahlen wir den vollen Betrag retour; bis 14 Tage vorher noch Fr.150.- (bzw Fr. 250.- für die Schulung)
Nachher leider nichts mehr…

Für Fragen oder Anliegen :
buero@bardill.ch, Benita Nau, 081‘655‘22’91

direkte Anmeldung

Liste für Übernachtungsmöglichkeiten im Raume Scharans/Domleschg
(bitte selber organisieren):
unterkuenfte Scharans und Umgebung

DER TOD UND DIE FRAU
Als die junge Frau ihren Garten bestellte, kam der Tod vorbei und sagte, sie solle sich bitte beeilen, der Frühling sei schon da, und wenn sie nicht bald aussäe, würde sie im Winter vor Hungers sterben. Die junge Frau bedachte die Worte des Todes, stach den Boden um, setzte Kartoffeln, pflanzte Rüben, band die Büsche hoch und füllte den Brunnen. Im Sommer kam der Tod wieder und machte die junge Frau darauf aufmerksam, dass sie jäten solle, sonst würde das Unkraut so überhand nehmen, dass es Im Herbst nur eine magere Ernte gebe. Die Frau riss das Unkraut aus und freute sich an ihren Blumen und am Salat, am keimenden Gemüse und an den Kartoffeln, die tüchtig ins Kraut schossen. Im Herbst kam der Tod und erbat sich Johannisbeeren. Weil sie noch zu sauer waren sagte er der Frau, sie solle die Beeren einmachen, sobald sie so richtig reif wären. Die Frau lächelte und füllte saure Gurken ein, machte Rhabarberkonfitüre und Johannisbeerengelee, erntete die Kartoffeln und las die Nüsse zusammen, sie brachte den Kohl ein und grub Karotten aus. Im Winter kam der Tod und sagte ihre Zeit sei gekommen. Die Frau die inzwischen alt und weise geworden gab dem Tod einen Löffel Johannisbeerengelee. Dann setzten sich die beiden auf die Bank im Garten, assen ein paar getrocknete Pflaumen und sprachen von dem und diesem. Vorbeigehenden hätte es vorkommen können, als wären sie schon lange ein Paar.

Über Linard Bardill:

Linard Bardill beschäftigt sich seit Jahren mit dem orfischen Thema der Sängerkönige der Antike, die neben der Kunst des Gesanges die schamanische Aufgabe der Vermittlung zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten  übernahmen. Er macht  seit Jahren „Bettkantenkonzerte“ in vielen Schweizer Kinderspitälern, begleitet Sterbende in Kliniken und Altersheimen und hat sich intensiv mit der Geschichte der Jenseitsvorstellung der verschiedenen Religionen und Kulturen beschäftigt.

Linard Bardill ist studierter Theologe, hat die Kanzel aber früh mit der Bühne getauscht und sieht sich heute als Sänger in der Tradition der Skalen wie Merlin, Orpheus oder Homer.

„Heute ist das Sterben und der Tod, vor allem aber die Beschäftigung nach dem, was danach kommt oder nicht kommt tabuisiert. Achtzig Prozent des Geldes, das wir von der Krankenversicherung beanspruchen, brauchen wir im letzten Lebensjahr. Wir kennen die „aus moriendi“, die Kunst des Sterbens nicht mehr, und darum liegt auch die „ars vivendi“ die Kunst zu Leben im Argen. Das Todestabu zu entkrampfen und in die Offenheit zu bringen, kann Luftschächte freischaufeln und wirkt vom Tod her klärend und befreiend auf das Jetzt und Heute, auf das Leben.“

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Wenn Sie ein Seminar durchführen möchten, können sie hier eine Anfrage starten

http://www.bardill.ch/html/auftritte/auftritte_konzertanfragen.html