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Sterben für Anfänger 11./12. Nov 2017

am September 21, 2015 — in der Rubrik: Kurse im Atelier Bardill

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Wochenendkurs mit Linard Bardill und weiteren Referenten.

Nach den ersten 2 ausgebuchten Kursen „Lebendig Sein durch Sterben Lernen“ im Nov 2015 und 2016. kommt nun am 11./12. Nov 2017 „Sterben für Anfänger 3“.
Das Umarmen des eigenen Schattens. Wie entsteht Glauben. Fixierung und Freiheit, das tibetische Totenbuch, Jenseitsprojektionen, und erneut: Sterbenlernen als Weg zum Lebendigsein. Inputs, Austausch, Üben, Nachdenken, Meditation, Singen,  …
(die 1. beiden Kurse sind nicht Voraussetzung für den 3.)

Themen:

– Der Bardo Tödrol oder das tibetische Totenbuch.
– Die letze Zeit. Phasen der Excarnation.
– Was bedeutet Transzendenz. Die zwei Ebenen, die ungetrennt und unvermischt sind. Der Mythos des Paradieses
– Was heisst Vergegenwärtigung, Aufmerksamkeit im Jetzt, Gewahrsein des inneren  Raumes im Alltag.
– Dazu eine Auseinandersetzung zu Fragen von Nahtoderlebnissen und luzidem Traum
– Ausserdem Übungen zur Schärfung der Wahrnehmung, Singen, Bewegung und Meditation.
– Loslassen. Wovon und kann man das überhaupt?

Voraussetzungen: Offener Geist, Bereitschaft sich ins Gespräch zu bringen, Freude am Fabulieren und Zulassen seiner eigenen inneren und äusseren Realität/Wirklichkeit.

Datum:

11./12. Nov 2017
Sa ab 14’00 Uhr

Kursort:
Atelier Bardill, Scharans http://www.bardill.ch/html/atelier/atelier.html

Kurskosten:
Die Anmeldung gilt nach Einzahlung des Kursgeldes von Fr. 300.- als definitiv und der Kursplatz ist somit als gesichert.
Bei Abmeldung bis 30 Tage vor Kursbeginn zahlen wir den vollen Betrag retour; bis 14 Tage vorher noch Fr.150.-
Nachher leider nichts mehr…

Falls Ihr Fragen oder Anliegen habt, könnt Ihr Euch direkt an mein Büro wenden: buero(ät)bardill.ch, Benita Nau, 081‘655‘22’91 Linard Bardill, Cresta 8, 7412 Scharans

Hier kann man sich direkt anmelden

Liste für Übernachtungsmöglichkeiten im Raume Scharans/Domleschg
(bitte selber organisieren):

unterkuenfte Scharans und Umgebung

DER TOD UND DIE FRAU
Als die junge Frau ihren Garten bestellte, kam der Tod vorbei und sagte, sie solle sich bitte beeilen, der Frühling sei schon da, und wenn sie nicht bald aussäe, würde sie im Winter vor Hungers sterben. Die junge Frau bedachte die Worte des Todes, stach den Boden um, setzte Kartoffeln, pflanzte Rüben, band die Büsche hoch und füllte den Brunnen. Im Sommer kam der Tod wieder und machte die junge Frau darauf aufmerksam, dass sie jäten solle, sonst würde das Unkraut so überhand nehmen, dass es Im Herbst nur eine magere Ernte gebe. Die Frau riss das Unkraut aus und freute sich an ihren Blumen und am Salat, am keimenden Gemüse und an den Kartoffeln, die tüchtig ins Kraut schossen. Im Herbst kam der Tod und erbat sich Johannisbeeren. Weil sie noch zu sauer waren sagte er der Frau, sie solle die Beeren einmachen, sobald sie so richtig reif wären. Die Frau lächelte und füllte saure Gurken ein, machte Rhabarberkonfitüre und Johannisbeerengelee, erntete die Kartoffeln und las die Nüsse zusammen, sie brachte den Kohl ein und grub Karotten aus. Im Winter kam der Tod und sagte ihre Zeit sei gekommen. Die Frau die inzwischen alt und weise geworden gab dem Tod einen Löffel Johannisbeerengelee. Dann setzten sich die beiden auf die Bank im Garten, assen ein paar getrocknete Pflaumen und sprachen von dem und diesem. Vorbeigehenden hätte es vorkommen können, als wären sie schon lange ein Paar.

Über Linard Bardilll

Linard Bardill beschäftigt sich seit Jahren mit dem orfischen Thema der Sängerkönige der Antike, die neben der Kunst des Gesanges die schamanische Aufgabe der Vermittlung zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten  übernahmen. Er macht  seit Jahren „Bettkantenkonzerte“ in vielen Schweizer Kinderspitälern, begleitet Sterbende in Kliniken und Altersheimen und hat sich intensiv mit der Geschichte der Jenseitsvorstellung der verschiedenen Religionen und Kulturen beschäftigt.

Linard Bardill ist studierter Theologe, hat die Kanzel aber früh mit der Bühne getauscht und sieht sich heute als Sänger in der tradition der Skalen wie Merlin, Orpheus oder Homer.

„Heute ist das Sterben und der Tod, vor allem aber die Beschäftigung nach dem, was danach kommt oder nicht kommt tabuisiert. Achtzig Prozent des Geldes, das wir von der Krankenversicherung beanspruchen, brauchen wir im letzten Lebensjahr. Wir kennen die „aus moriendi“, die Kunst des Sterbens nicht mehr, und darum liegt auch die „ars vivendi“ die Kunst zu Leben im Argen. Das Todestabu zu entkrampfen und in die Offenheit zu bringen, kann Luftschächte freischaufeln und wirkt vom Tod her klärend und befreiend auf das Jetzt und Heute, auf das Leben.“

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Wenn sie ein Seminar durchführen möchten, können sie hier eine Anfrage starten

http://www.bardill.ch/html/auftritte/auftritte_konzertanfragen.html

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