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Barbara Horak Lämmler - 24.08.2009/08:35 E-Mail
Lieber Linard Bardill

Soeben bin ich auf deiner Website gelandet und habe mir die 14 Thesen zur verlorenen Kindheit angeschaut. Kritische Stimmen zu unserem Schulsystem und zu unserer Gesellschaft finde ich gut. Interessanten Thesen. Grundlegende Gedanken zu unserer Gesellschaft. Dein Engagement für die Kinder finde ich beachtenswert. Die Lesebriefe: Eine Plattform mehr um Dampf abzulassen…?

Dazu meine Gedanken:
Unsere westliche Kultur ist geprägt durch ein grundlegendes negatives Menschenbild. Was sich auf dramatische Weise auf unsere Selbstwertgefühl sowie unsere Beziehung zu uns selbst und somit auch zu unseren Kindern zu anderen Menschen bis hin zur Natur auswirkt. Die Prägung reicht historisch weit zurück, ist tief in unserem Bewusstsein verankert und nur schwer aufzulösen. Es fällt vielen Menschen schwer ihre innere Würde in Betracht zu ziehen. Wir glauben unseren Wert ständig aufs neue Verdienen zu müssen und zweifeln daran fest, ob wir überhaupt liebenswert sind. Unsere „Erziehung“ die Art und Weise wie wir gesehen wurden hat uns geprägt. Wann ist man wertvoll? Wann liebenswert? Wenn es uns gelingt, unseren innere wahre Natur zu entdecken und unsere verhängnisvolle Prägung grundlegend schlecht zu sein, nicht an unsere Kinder weiterzugeben so ist das eine wahre Revolution- nicht im Sinne eines gewaltsamen Umsturzes- sondern eine Befreiung der Fesseln, die den westlichen Menschen seit Jahrhunderten im Scham, Schuld und Angst gefangen halten.

Wenn ich sehe, welche Erziehungsbücher die Bestsellerlisten stürmen frage ich mich schon langsam, ob sich überhaupt etwas verändern kann. Sei es Frau Blocher, die die Fahne Autoritäre Disziplin hochhält und unser veraltetes Schulsystem lobt. Oder die Pädagogen die es für eine gute Erziehung halten, so früh wie möglich Kinder frühzeitig an Fremdbestimmung zu gewöhnen, (nicht zu verwechseln mit Fremdbetreuung).

Unser Schulen: Kinder tragen alles in sich was sie zu Optimalen lernen brauchen. Dass ist der natürliche Lerntrieb der Kinder. Liebevoll unterstützen und vor allem nicht behindern.
Lehrer und Eltern aus dem herkömmlichen Schulsystem versuchen den Kindern mit Methodik, Didaktik und Beurteilung auf die Sprünge zu helfen. Sie möchten den Lernertrag steigern. Bekämpfen Unterrichtsstörungen mit disziplinarischen Sanktionen und wenden suptile Tricks an die Kinder zu motivieren und steuern. Eine starke Denkbarriere steuert unsere Schulen und Erziehung. Mit der Überzeugung, wir wüssten als Erwachsene am besten, welchen Lernstoff in welchem Alter jedes Kind vollziehen sollte. Glauben wir allen Ernstes, dass alle Kinder nicht nur im gleichen Lebensalter, sondern auch zur gleichen Jahres- und Tageszeit dieselbe geistige Nahrung aufnehmen und verdauen können? Es gibt Schulen die den Kindern die Freiheit gewähren, selbst zu entscheiden was sie wann tun und lernen wollen. Die Sudburry Valley Schulen, die sich vor über dreissig Jahren in den USA entwickelt haben funktionieren so. Wenn die Kinder erst mit zehn Jahre lesen lernen wollen, werden sie vorher nicht dazu gezwungen. Dann aber lernen sie schnell und nachhaltig. Und zudem werden sie als Erwachsene in ihrem selbstgewählten Berufen erfolgreich und zufrieden. Es ist nicht meine Idee diese Schulkonzept in der Schweiz einzuführen. Entscheiden ist nicht das Label der Schule sondern die Praxis. Es braucht dazu menschlich engagierte Menschen.

Glücklicherweis begegne ich immer mehr Menschen, die beginnen Ihre eigenen Intuition zu vertrauen und ihre eigene Wege zu gehen. Wenige Privatschulen bis hin zu Unschooling sind im Kommen. Und wenn sich dieses Vertrauen in das Leben auch auf das Leben mit Kindern ausdehnt, wird es unmittelbar erlebbar, was es für Folgen hat, wenn wir uns wirklich auf die Kinder einlassen. Verbundenheit und die Freude an einem gemeinsamen Konsert. (Auch von dir). Das Abenteuer, das Gemeinsame wachsen, lebendig zu sein und selbstbestimmt leben zu lassen. Kindern eine Stimme geben mit Kinderliedern. Was kann es Sinnvolleres geben als sich dafür einzusetzen?

In diesem Sinne möchte ich mich verabschieden und bedanken für die vielen wunderbaren Lieder und Konzerte, die auch meine Tochter fleissig besucht!

Einen schönen Sommer wünscht dir

Barbara Horak Lämmler



Interessante Links zu diesem Thema:

http://www.mit-kindern-wachsen.de/

http://www.jesperjuul.com/

http://www.sudbury.de/


Peter Lustenberger - 07.08.2009/15:04 E-Mail
Guten Tag Linard Bardill

Du fragst, ob "man so etwas heute noch machen kann" oder nicht. Ich habe mir das Lied angehört es hat mich von der Stimmung her an den Regenbogen-Buddha erinnert: ich verspürte den Ausdruck einer tiefen Zuneigung.

Selbstverständlich "kann man so etwas heute noch machen". Unabhängig davon, wie "man" zu den Institutionen dieses Landes steht. Meines Erachtens braucht es alle: Realos und Fundis, Macher und Schwätzer, Alphas, Epsilons und alle andern, Schlitzohren und Anständige, Egoisten und Altruisten, Eigenbrötler, Einzelgänger und Leute, denen es nur in Gesellschaft anderer wohl ist, etc. etc.
Und wer von uns lässt sich in nur eine Kategorie einteilen?
Eine lebendige schweizerische Demokratie mit einer Einheitsmeinung ist für mich nicht denkbar. Als verbindendes Element (das auch bei Andersdenkenden als Grundlage vorauszusetzen ist) bleibt die Liebe zum Land, die Sorge um das Wohlergehen heutiger und künftiger Generationen - ausgedrückt auf sehr viele verschiedene Arten. Also: nur weiter so!

Mit bestem Gruss

Peter Lustenberger


Richi - 05.08.2009/08:16 E-Mail
Hallo Linard
> >
> > Ich hab mir das Lied angehört. Eigentlich gefällt es mir ganz gut,
> nur...
> >
> > Ich finde etwas mehr Humor und Tiefgründigkeit hätte dem Liedtext
> gutgetan.
> > Für mich ist die Schweiz ein Land, das eine ganze Menge schräger
> > Erlebnisse/Situationen bereithält und dessen Einwohner ich zudem in
> der Regel
> > als humorvoll erlebe - sobald man sich die Mühe gibt und sich die Zeit
> nimmt,
> > die Menschen etwas näher kennenzulernen. Und etwas tiefgründiger auch
> weil ich
> > die Schweiz nicht als ein Land kennenlerne, das oberflächlich ist oder
> dessen
> > Kultur oberflächlich ist. Alles hat seine Gründe und Geschichte und
> auch über
> > das kleinste Ding in der Schweiz kann man ohne allzu grosse Recherche
> > Interessantes zutage fördern und sofort einen Vortrag darüber halten.
> Beides -
> > Humor und Tiefgründigkeit - kann man mit zweideutigen Texten in denen
> man auch
> > zwischen den Zeilen lesen/hören muss/kann meines Erachtens abdecken
> und das
> > vermisse ich in Deinem Lied etwas. Was mir sehr gut gefällt ist die
> Textzeile
> > "nu es Für wo brennt für d’Freiheit".
> >
> > "Freiheit" ist universal verständlich, unpolitisch und konfessionslos.
> Das
> > spricht wohl sowohl die Rechtsradikalen mit ihren Faschogrillfeten in
> > Schützenhäusern (würde das Lied von denen in Anspruch genommen wird's
> wohl
> > wieder heikel und dann wäre es Dir lieber Du hättest es nicht
> geschrieben aber
> > das werden sie nicht tun weil sie Deine Platten wohl nicht hören...),
> als auch
> > die Schweizer generell mit ihrer Grillkultur an, verweist aber auch
> auf die
> > Geschichte der Höhenfeuer (Hochwacht-, Mittsommer- bzw.
> Mittwintertradition...
> > und schon haben wir wieder einen Vortrag ;-)) und spricht natürlich
> alle
> > Heimwehpfadfinder (oder Cevi, Jungwacht, was auch immer) an, für die
> ein
> > Lagerfeuer schlichtweg der Inbegriff von Geborgenheit oder eben Heimat
> ist.
> >
> > Ich bin seit vielen Jahren auf Intensivste wandernder- und
> bergsteigenderweise
> > in der Schweiz unterwegs und kann behaupten, die eine oder andere
> abgelegene
> > Ecke und einige Leute kennengelernt zu haben. Es hat so viele schöne
> Orte hier
> > dass ich es kaum schaffe, über unsere Landesgrenzen hinauszukommen.
> Und wenn,
> > dann bleibe ich auch dort oftmals an den Alpen hängen. Mittlerweile
> kenne ich
> > weite Teile des Landes wie meinen eigenen Hosensack (im Besonderen das
> Engadin
> > und die Bündner Südtäler), bin kulturell sehr interessiert, politisch
> obwohl
> > linklastig vielfach eher gespalten und habe überall, egal wo, wirklich
> nette
> > Menschen kennengelernt. Und am nettesten ist es immer, wenn ich mit
> Ihnen am
> > Lagerfeuer sitzen kann. Egal ob das mit der Familie Saluz in Lavin,
> dem
> > Ferienbauern im Emmental, meinen Freunden aus Zürich oder den Kollegen
> aus dem
> > Berner Oberland ist.
> >
> > Die Schweiz ist grossartig, in vielerlei Hinsicht (schöne Frauen, gute
> Musik
> > und natürlich auch kulinarisch... mhmmm) und sie verdient es dass
> solche
> > Lieder geschrieben werden!
> >
> > Herzlicher Gruss,
> > Richi

A.Schärrer - 04.08.2009/15:24
Lieber Linard

Gerne schreibe ich dir meine Meinung bezüglich des Liedes, das die Liebe
zur Schweiz ausdrückt. Ich finde es schön und richtig, wenn ein Künstler mit deinem Hintergrund dies, es tut, weil
- ich überzeugt bin, dass wenn man sich seiner Heimat, Wohnort, Umfeld,
was auch immer bewusst ist und sich positiv mit diesem auseinandersetzt,
(trotzvieler negativer Aspekte), sich auch gegen "aussen" neugierig öffnen kann.
- ich es wichtig finde, dass man sich der Schweiz nicht schämt, so wie
noch vor ein paar Jahren.
- die Bekundung der positiven Gefühle gegenüber der Schweiz nicht rechtsextremen Gruppierungen oder der SVP überlassen werden soll.
-es so zum Ausdruck bringt, dass die Schweiz ein Einwanderungsland ist und
die Menschen das Bedürfnis haben, sich am Wohnort zu integrieren. ( Viele
Kinder mit Migrationshintergrund sagen, sie seien in der Schweiz zu Hause.)

Liebe Grüsse
A. Schärer

jens albtrus - 04.08.2009/14:20
Linard!!!
Wen chunt di nöchscht Gschicht use? Freu mi scho LG

Sissi und Stephan - 04.08.2009/11:02 E-Mail
Herzlichen Dank für einen wunderbaren Abend am Bardentreffen in Nürnberg. Wir würden uns sehr freuen, auch nächstes Jahr wieder so etwas Schönes erleben zu dürfen. Lieber Linard - auch mit Dir fühlt sich das Puplikum verbunden...

somi - 02.08.2009/12:08 E-Mail
wer liebt birngt kritik zur richtigen zeit am richtigen ort berechtigt an...
dein lied ist der hit. danke dafür

monika - 01.08.2009/05:51 E-Mail
i finge s' lied "mis land dis land" eifach geniau!
i chas nid mit wort beschribe, das lied berüert mi sehr.

mit liebe grüess usem oberaargou
monika

Jörg Funke - 01.08.2009/00:24 E-Mail
Lieber Linard,
Liebe Dein Land und kritisiere es, wo es nicht in Ordnung ist. Viele Menschen auf der Welt haben diese Möglichkeit nicht. Die Schweiz ist, genau wie Deutschland, nicht perfekt, aber es ist eine Demokratie. Da ich weiß, was eine Diktatur ist (DDR), weiß ich die Freiheiten einer Demokratie zu schätzen.
Ich hoffe, wir sehen Dich bei Pippo in Zürich im September.

Liebe Grüße aus Frankfurt am Main
C+J

Corinne Brutsche - 31.07.2009/22:56 E-Mail
Lieber Linard Bardill Sie haben uns nach unserer Meinung über "Dis Land mis Land" gefragt. Ich frage mich, warum Sie sich fragen, ob man (heute) noch ein solches Lied machen sollte. Ich finde das Lied sehr schön und ich sehe dabei viele Menschen (Schweizer, oder auch nicht), die zusammen sind und es "guet zäme hei". Die Schweiz ist doch ein - offensichtlich auf jeden Fall landschaftlich - wunderschönes Land, es gibt überall auch Schlechtes, aber meiner Meinung überwiegt hier das Gute auf jeden Fall!
Herzliche Grüsse.
Corinne Brutsche

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