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Linard Bardill und Trudi Gerster
ZAUBERMUUS UND MARZIPAN

Marzipan ist ein Regenwurm mit Krawatte und Feldflasche, Zaubermuus kann zaubern, weil sie einen Papierhut hat: Boote, Flieger, Schachteln und was sie sonst noch braucht, wird hervor muragamie gezaubert. Die schönste Überraschung aber ist, dass Zaubermuus von meiner Freundin Trudi Gerster gespielt wird, meine Wenigkeit übernimmt den Part von Marzipan.

PRESSE:

NZZ November 2002
Der altkluge Wurm und die Maus mit dem Zauberhut

rer. Er ist vielseitig, ohne sich dabei zu verzetteln: Linard Bardill hat schon als Autor (auch für Bühne und Film), Kabarettist und Fernseh-Satiriker («Übrigens») gewirkt und sich jüngst insbesondere als Erzähler und Liedermacher bewährt, der Kinder und Jugendliche anzusprechen weiss. Der bereits mehrfach ausgezeichnete Bündner hat fraglos ein Flair für Geschichten, denen die Kleinen gerne lauschen. Davon zeugen seine erste Kinder(lieder)-CD, «Luege, was der Mond so macht» (mit Lorenz Pauli), ebenso wie seine nicht weniger erfolgreichen Geschichten aus dem «Blauen Wunderland» mit den kindergerechten Sympathieträgern «Brummbär Beltrametti» und «Doppelhas».

Ob diese oder andere (Identifikations-)Figuren und Stoffe, wie zuletzt in den ersten beiden Bänden einer Jugendroman-Trilogie: Es sind immer wieder - zunächst auch den eigenen Kindern erschlossene - Erzählwelten, die sich abschweifendem Fabulieren versagen. Bardill also ist ein zweifellos erfahrener und zudem unüberhörbar begnadeter Erzähler, dessen feinsinnige Phantasie nun in Kindergeschichten einfliessen konnte, die ins zuvor unbekannte Wunderland von «Zaubermuus und Marzipan» (ver)führen. Und er ist ein gewiefter Erzähler, der bei Gelegenheit auch das Geschichtenerzählen selbst zum Thema macht. «Also guet, mier verzellend de Lüüt jetzt die Gschicht, und denn könnt sie selber entscheide, ob das nid as Abenteuer isch gsii, wo eim d Hoor z Berg stoh loht», liess er uns wissen, kaum hatte sich sein «Marzipan» im sonntäglichen «Kinder-Club» erstmals zu Wort gemeldet. Von einer einzigen Geschichte freilich kann da keine Rede sein: «Jo Gschichte hämmer ganz Hüfe, mier chöntet die vom Sperbernescht verzelle, oder die vom Bäcker WaIli ...», weiss die «Zaubermuus» umgehend einzuwenden.

So heisst bei Bardill ein ebenso munterer wie geselliger Nager mit 23 «Gschwüschterte», «Marzipan» wiederum ist ein ungleich nachdenklicher Regenwurm, der kaum etwas mit einschlägiger Confiserie-Konfektionsware gemein hat. Bardills Wurm lebt schlicht in der Erde und lässt sich ab und zu blicken, «wenn's regnet». Vor allem aber kennt ihn die «Zaubermuus» als aufsässigen Besserwisser, der sich alsbald sagen lassen muss: «Jo irgendwenn muess die Gschicht doch Himmel tunnertoria aafange.» Also einigt sich das ungleiche Duo auf die «Gschicht vom Wasserfall», um nach und nach Erstaunliches ans Licht zu bringen. Ein Regenwurm von Bardills Gnaden nämlich kann notfalls zum Ruder und Lasso mutieren, wenn eine «Zaubermuus» mitmischt und in ihrem flugs zum Schiffchen gefalteten Hut das rettende Ufer anpeilt.

Die beiden mögen sich, daran lässt Bardill keine Zweifel aufkommen, obgleich nörgelndes Geplänkel nicht ausbleibt. Was am vergangenen Wochenende unter dem Titel «Erdbeerihonig bananehaferkäs» in Sachen mehr oder minder anstrengender Traumarbeit versöhnlich endete, soll auch für weitere Folgen gelten: «Zaubermuus und Marzipan» raufen sich - bisweilen der Not gehorchend - zusammen, um wiederholt gemeinsame Feinde zu überlisten und eine latent fragile, wenngleich recht tragfähige Freundschaft zwischen schroffer Distanz und offener Zuneigung zu bekräftigen. Bardills einigermassen ungleiches Paar reibt sich an grüblerischen Alleinsein-Theorien und meditativem Eifer mit jenem geistreichen Elan, der seine Geschichten zu einem Hörvergnügen macht

Dafür garantiert in dieser Koproduktion mit der Zürcher DRS- 1-Hörspielredaktion auch eine altgediente (Märchen-)Stimme, die unverbrauchter nicht wirken könnte. Trudi Gerster jedenfalls gibt unter der Regie von Päivi Stalder eine quick-lebendige «Zaubermuus», die Bardill als «Marzipan» permanent aus der Reserve lockt, ohne die Sprechmelodie im Zeichen eines märchensatten Singsangs zu forcieren. Überhaupt ist dem produktiven «Liederer» aus Scharans mit «Zaubermuus und Marzipan» erneut eine (Kurz-)Geschichtensammlung gelungen, die sich fernab ausgetretener Spuren bewegt und erst noch von einmal mehr gleichzeitig pfiffigen und poetischen Liedern begleitet wird (CD-Version).

 
   
Zaubermuus und Marzipan
Auszüge anhören. Bitte dazu den entsprechenden Titel anklicken.
Der Gföhrlich Wasserfall  
Rägetropf (Lied)  
   

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