zurück
zur Übersicht
     
 

 

 
 
     
Auszüge
anhören
 
Bilderbuch
passend zur CD
 
Notenheft
passend zur CD
 
Tourneedaten
zum Spielplan
 

Warenkorb
zum Shop

 
 
Stück davon in den
Warenkorb

30 CHF pro CD
 

 

Linard Bardill
STERNSCHNUPPE SUPPE
Nach den beiden Liedergeschichten „Luege, was der Mond so macht“, und „Was i nid weiss, weiss mini Geiss“ folgt der dritte Streich: „Sternschnuppesuppe“, eine Reise in die Träume und Wünsche von Kindern, die am liebsten in ihrem Bett liegen und damit nach Afrika fliegen, mit der Geiss auf Weltenreise gehen oder den verschwundenen Kater Jumbojet suchen. Wer aber ist das Drama im Pidschama, oder besser wie würde es enden, wenn’s Grosi nicht wär, und was ist überhaupt eine Sternschnuppensuppe? Das und vieles mehr erfährt man bei Bardill's neuem Kinderliederprogramm, das ab sofort auf Tour ist mit Liedern und Geschichten zum träumen und mitsingen für Kinder und alle, die sich das Kind im Herzen bewahrt haben. Am Bass der Saitentänzer Peter Finc.

Das neue Buch zur CD Sternschnuppensuppe
Als Neuerscheinung machen wir auf das Bilderbuch „Hubert, Oma und die Sternschnuppensuppe“ aufmerksam. Dieses Bilderbuch fürs erste Lesealter ist anders als die anderen Bilderbücher von Linard Bardill: frech, witzig ungewohnt. Der Schweizer Büchermarkt hat sehr gut auf die Geschichte von Kater Jumbojet und seine wunderbare Rettung reagiert.
 




Sternschnuppensuppenrezept

Dies ist das einzig originale Nachtpicknick -Sternschnuppensuppenrezept.
(Achtung es kursieren billige Kopien)
Vornehmlich zuzubereiten während des Vollmondes.
Da der Zugang zur unsichtbaren Welt in den Stunden des Vollmondes besonders einfach ist, wählen wir für unsere Sternschnuppensuppe einen geeigneten Ort, am Waldrand, an Höhleneingängen, auf einem Hügel oder in einer verlassenen Schlucht.

Das Feuer ist wichtig.
Es eignen sich vornehmlich Lärchenzweige und ebensolche Äste, da diese während des Brennens besonders schön knacken und zischen und funken.
Der Suppentopf wird auf einen Pfannenknecht gestellt oder an ein Dreibein gehängt.

Zutaten für vier Personen:

Wasser
Gemüseboullion
Rüebli
Sellerie,
Zwiebel
Gewürze
(Teigwarensternli)
ein Stück Fleisch oder Siedwürste
für Vegetarier fakultativ

Man kocht die Suppe, wie man Suppen eben so kocht. Es ist möglich das Gemüse in Form von Sternen zu schneiden, oder Pastasterne beizufügen. Dies ist aber nur als Fantasieunterstützung zu verstehen. Die wirklichen Sternschnuppen auf der Suppe entstehen, wenn der Vollmond in die brodelnde Suppe scheint. Dann spiegelt er sich auf den Fettblasen, und dies sind dann die Sternschnuppen auf der Suppe. Wenn es soweit ist, kann jeder einen Wunsch aufschreiben, oder auch nur ausdenken, einen Zweig oder das mit dem Wunsch beschriebene Blatt ins Feuer werfen. Dann verzehrt man die Suppe, sagt keinem Menschen etwas von seinem Wunsch und derselbige wird bis zum nächsten Vollmond in Erfüllung gehen.

 


Sternschnuppensuppe uf em Zeltplatz



1. Es Drama im Pidschama

Der Hubert, jo dä will
uf gar kei Fall in ds Bett,
der Papa süüfzget still:
„’S isch ds reinschte Kabarett!“
Der Hubert, jo dä isch

es Drama im Pidschama,
das seit au der Herr Frisch
vor Praxis Psychorama.

Es Drama im Pidschama .

Der Hubert, jo dä sitzt
am Fenschter und är seit:
„Zum wüsse ob’s hüt blitzt,
ob’s rägnet oder schneit,
ob d’Wetterbrichte lügend
und ob der Mond scho rund,
ob d’Wolke wiiter züchend,
do bruuch ich halt ’s paar Stund.“

Es Drama im Pidschama.

Wenn d’Grossmama kunnt und singt:
„Im Himmel häts es Schoof,
das glöckelet und bringt
en grosse Korb voll Schloof.“
Denn pfuust der Hubert ii
und träumt vor Wetterfrau.
Der Tag isch spannend gsii
und d’Nacht isch’s im Fall au.



Oh Grossmama im Pischama

Jo, das isch im Grund gno scho die ganz Gschicht. Also sägemer der Afang vo der ganze Gschicht, das heisst, wenn der Hubert schlofe könnti, denn gäbtis die Gschicht gar nid. Will der Hubert aber nid schlofe kann und der Papa und d’Mama nümme us und i wüssend und au der Herr Frisch, wo immerhin en Doktor isch, au nümme wiiter weiss git’s die Gschicht vo der Sternschnuppesuppe uf em Zeltplatz vo ... jo äbe uf wellem Zeltplatz, das isch scho der erscht wichtig Teil vo dere Gschicht. Vorher aber no ganz kurz öpis anders: es isch jo scho nid ganz eso, dass der Hubert grad gar nie schlooft. Wenn d’Grosmama us em untere Stock kunnt go singe, denn kann der Hubert schloofe. Aber d’Grossmama hät natürli au no anders z’tue als em Hubert Guetnachtlieder singe. Und so git’s au Öbig, wo d’Grossmama halt nid do isch und der Hubert denn au nid iischloofe kann. - Dä Bub bruucht e Luftveränderig.
- Was heisst das genau, hät d’Mamma gfrogt und der herr Dokter Frisch het sehr ernscht gseit:
- Er muess us der Stadt usse uf ds Land. En Ort mit gsunder Umgebig und mit viel frischer Luft.
Der Papa hät nu d’Mama agluegt und gseit:
- Jo, mier händ jetzt kei Ferie!
- Es wär aber guet, wenn der Hubert sofort in d’Ferie könnti, hät der Herr Frisch gmeint, denn hämmer e Chance, dass er no de Ferie frisch isch für die 2. Klass und endlich guet iischloofe kann.
- Also guet, hät d’Grossmama gseit, wo der Papa und Mama ire das verzellt händ. Denn gohn i mit em Hubert in d’Ferie, und zwor go zelte.
Me frischi Luft als bim Zelte git’s uf der ganze Welt nie meh. Und am Samschtig in der Helfti kömmender üs go bsueche, denn machemer alli e Sternschnuppesuppe.

Wo sie em Hubert das gseit händ, isch dä vor Freud uf de Tisch kletteret, hät sich an der Lampe ghebt und isch wie der Tarzan dur d’Luft ufs Sofa überegjuckt.
„ Juhuuu! Dänn nimmi d’Hängematte mit vom Onkel Alois und zelle alli Sterne wo’s git. Uf das hani mi scho lang gfreut.
D’Grossmama hät nu gsüfzget.
- Hubert, du tarfsch en Zeltplatz uusläse. I han do e Schwizerkarte uufghänkt.
Stuunend luegt der Hubert d’Schwiiz a.
Was isch das do? frogt er und zeigt mit em Finger uf e blaui Flächi.
-Das isch en See, der Lago Maggiore, seit d’Grossmama. Dä ligt im Tessin und ds Tessin isch uf der Alpesüdsiite.
- Häts do en Zeltplatz?, will der Hubert wüsse.
- Jo klar. Es git fascht überall Zeltplätz, seit d’Grossmama, mir könnt au ins Welsche an Neueburgersee, do redends französisch oder do lueg uf Brig ins Wallis oder uf Airolo, döt isch der Gotthard mit sine hoche Berge, oder in Thurgau die händ sicher scho Öpfel und Bire. Wohäre wetsch?
Der Hubert hät sofort e Antwort gwüsst uf die Frog. Es kunnt sowieso sehr selte vor, dass er kei Lösig hät für es Problem oder an Antwort uf e Frog.
- Gischmer e Noodle?, seit er zur Grossmama.
- Für was wetsch denn du e Nodle?
- Das gsesch jetz denn grad.
D’Grossmama holt e Stecknodle us em Nähkörbli und git si em Huber. Dä verbindet sich d’Auge mit em Nastuech, nimmt am andere Endi vom Zimmer aalauf und steckt blind die Stecknodle wie der Ritter Eisenherz in d’Schwizerkarte inne.
-Thusis, rüeft d’Grossmueter, mier gönd uf Thusis. Das findi guet, döt bin i no nie gsii.
- Thusis, wo isch denn das? frogt der Hubert.
- Thusis isch ds Graubünde, direkt vor der Viamala, ener Schlucht wo ganz tüüf und unheimlich isch.
- So tüüf dass me in der Nacht kei Sterne meh gseht?
- Jo sicher so tüüf!
- Denn will i nid döt hii.
- Häsch Angscht?, frogt d’Grossmama.
Der Hubert hät kei Angscht, aber eis isch klar, ohni Sterne kei Zeltplatz, will er hät usgrächnet, dass er mindeschtens alli Nächt bruucht bis er die ganze Sterne zellt hät.
- Mier müend jo nid i dr Nacht in d’Viamalaschlucht.
Das lüüchtet em Hubert ii und d’Grossmama und är beschlüssend more Morga d’Rucksäck z’packe.
- Und mier bliiben die ganze zwei Wuche, seit d’Grossmama. In einer Wuche git’s Vollmond. Denn kömmend üs der Papa und d’Mama go bsueche und zur Feier des Tages machemer e Sternschnuppesuppe.
- E was? frogt der Hubert.
- E Sternschnuppesuppe! seit d’Grossmama und zwinkeret mit em linke Aug.
- E Sternschnuppesuppe? frogt der Hubert nomol, was isch denn das?
- E Sternschnuppesuppe isch en Überraschig.
E Sternschnuppesuppe, das nimmt der Huber natürlich scho sehr wunder, was das isch. Alles wo um Sterna, Mond, Kometa, Meteorita und anderi Himmelskörper goht findet der Hubert total lupo.
- Also guet, denn isches halt en Überraschig, seit er noch eme Wiili, aber i säge dir dafür erscht em letschte Tag, wie viel Sterne dass es am Himmel git.


2. Ds Schnäggehuus vom Herr Grollimund

D’Grossmama hät alles ipackt, was es für zwei Wuche zum zelte bruucht. Es grosses Zelt für sie, und es Iglu für de Hubert. Schloofsack, Gaskocher, Lebensmittel, Spaghetti, Zucker, Tee, Polenta, Tonbüchse, Igmachtzs Pesto, in der Küelbox isch alles durenand. Natürli tarf e gueti Wind und Rägejacke nid fähle, Tüechli Seife Zahnputzzüg und zum Schluss no e Gitarre, jo rächt ghört, d’Grossmama vom Hubert kann im Fall super Gitarre spile, im Frühtau zu Berge wir gehen Fallera singt si im Summer und Tschingel bells im Winter an Wienachte und denn kann si noch Kumbaja my Lord und I can't get no satisfaction. D’Grossmama bsuecht äbe ab und zue emol en Kurs, zum Biispil Kochen ohne Salz, oder Lachen ist gesund aber Gitarre spilt si sit Kaiseraugscht.
Wo der Dokter het gseit der Hubert bruchi frischi Luft, hät sie sofort gseit Zeltplatz, will so vil frischi Luft wie uf em Zeltplatz gäbi’s uf der ganze Welt nümme.
Der Hubert hät schu alles ins Auto broocht und wartet bis der Papa endlich kunnt.
- Jetzt wo ni eu gsehn, seit er, wett i am liebschte au mitkho.
- Ier kömmend jo in ere Wuche zur Sternschnuppesuppe, seit d’Grossmama und stigt ii.
D’Mama bringt no e Notfallapothek, wo d’Grossmama vergesse hät.
Das sind d’Notfalltröpfe, seit sie und flüschteret. I gibe si immer wenn er hyperventiliert.
Hyperventiliert! denkt der Hubert, wo alles ghört, was das wieder heisse söll, öppis mit emene Ventil, villiecht goht’s um ds Schluuchbötli wo när heimlich no ipackt hät. Wer weiss, viellicht git’s jo en See oder en Fluss in dem Thusis!
Ds Fahre überspringemer. Es git nüd, wo der Hubert meh aschöckelet als Autofahre. Noch zwei Stund fahrends uf em Zeltplatz ds Thusis ii. Dr Pap ladet alles us, und verabschiedet sich.
- Also denn bis in ere Wuche zur Sternschnuppesuppe!

Es isch Nomitag em vieri und der Zeltplatzmeister teilt ihne en Platz zue.
-Bitte mit zwei Böim! seit der Hubert, wäg der Hängematte.
- Aha, seit der Zeltplatzmeister, in dem Fall kunnt nu der Egge hinne bim Herr Grollimund in Frog.
- Gseht me döt in de Himmel frogt der Hubert.
- Er will äbe Sterne zelle, erklärt d’Grossmama schnell und der Herr Abwart luegt uf sine Zeltplatzplan.
- Jo, das sötti goh, do het’s au mehreri Böim. Sie müend halt luege, dass si mit em Herr Grollimund ds Schlag kömmend. Er wohnt im Schnägg visavi und isch halt e kli , wie sölli säge. E kli en Spezielle. Er kunnt alle Jahre wieder und bliibt der ganz Summer. Si müend halt luege.
- Was isch en Schnägg? frogt der Hubert, aber der Zeltplatzmeister mues Formular usfülle..
Wo alli Formalitäte erlediget sind, karözlends iri War mit emene Käreli hintere uf ihre Platz. Do khörends en Ma wo singt:

I han es Schnäggehuus,
wo ni ir Nacht dri pfuus,
und wenn denn d Sunne kunnt,
sing i e ganzi Stund.

I han es Schnäggehuus,
us däm lueg i gern druus,
und wenn der Räge kunnt,
sing i e ganzi Stund.

I han e Schnäggehuus,
mit eme Bluemestruuss,
und wenn der Mond denn kunnt,
sing i e ganzi Stund.

Schnäggehuus
Schnäggehuus
Schnäggehuus

E komischs Lied für en Maa denkt der Hubert. Mit Schnäggehüsli spielend doch ehnder die kline Kinder.
- Gsehn kei Schnägg!, seit er, wo si bi ihrem Platz akömmend.
- Döt dä Wohnwage, das isch der Schnägg, seit d’Grossmueter.
- Gseht aber nid wie nen Schnägg uss, meint der Hubert.
- Seit me denk wil so Wohnwäge uf der Stross langsam wie Schnägge sind.
Er luegt übere zum Wohnwage und gseht e Glatze hinterem Fenschter. Dä Wohnwage isch scho en älters Modell. Aber uu pützlet und Granium häts am Fenster, was sehr ungwöhnlich usgseht. Und vor em Wohnwage hets es Plastikzüünli mit Lämpli dra. Und e Gartezwerg stoht bim winzige Gartetörli.
Der Hubert weiss nid ob er söll dure dä Wohnwage genauer go ge aluege oder doch zerscht d’Böim für sini Hängematte usläse.
- Könntsch mer e kli helfe?, frogt d’Grossmama, wo us all dene Zeltstange, Hering und Schnüer nid so richtig druus kunnt, i helfe dir nocher bi der Hängematte.
Nanei, seit der, Hubert, d’Hängematte hänk i scho selber uf. Er hilft aber gliich der Grossmama und wo mes us em Dorf ghört sexi schloh isch alles ufgschtellt, zwei Zelt, d’Hängematte e klini Wäschhänki und en Abfallkübel. Grossmueter isch scho am Znacht koche, der Hubert goht übere zum Schnägg vom Herr Grollimund und summt es Lied ohni dass er’s merkt

i han es Schnäggehuus
da da da da da da
Und der Herr Grolimund
hät viellicht en Hund
Grolimund, Grolimund, Grolimund
Plötzlich goht Tür vom Schnägg uf und en grosse feschte Maa mit emene Strohhuet khunt usse. Er het so stechigi Auge, denkt der Hubert, und e roti Nase.
- Grüezi, seit der Hubert, mir sind grad aakho.
- So neui Nochbere, seit der Maa.
- Jo, I und mini Grossmueter, das heisst Mini Grossmueter und ii. I heisse Hubert.
- So, seit der Maa und luegt uf sini Schue. Grolimund isch min Name, Grolimund, wie lang bliibender?
- Zwei Wuche. Händ sie zufälligerwiis en Hund, wogt der Hubert ds froge und kunnt sich scho e kli frech vor, aber irgendwie kann er’s eifach nid verklemme?
Der Herr Grolimund süffzget, denn schüttlet er der Kopf, dräht sich uf de Ferse um und verschwindet wider in sinem Schnägg.
Wo der Hubert wieder zruglauft gseht er es schmals Band, en Art es Halsband mit emen Glöckli draa. Er list’s uf und steckt’s in siin Sack.

Noch em Znacht goht der Hubert in sini Hängematte und fangt a Sterne zelle. Zerscht gseht me nu eine, der Obigstern und no dis no kömmend immer me füre. Der Hubert teilt der Himmel i. Hüt di Siite links vo der Hängematte und gege de Zuun übere. Je länger, dass er zellt umso meh werdens.
- Guet Nacht, seit Grossmueter, wetsch no es Lied?
- 212, 213, nei Danke, 214, 215, 216, viellicht spöter, 217, 218, 219, 220 ...
Und so vergoht die erscht Nacht uf em Zeltplatz.


3. Ds Dromedar vo der Anouk

Em Hubert gfallt die frisch Luft uf em Zeltplatz. Drum ischer jo do. Der Dokter het’s gseit. Viel frischi Luft, damit er guet könn iischloofe, wenn er zrugg kämi. Immerhin fangt no de Ferie die 2. Klass aa. Em zweite Tag streift der Hubert eso e kli umenand, plauderet e paar Wort mit em Zeltplatzabwart, probiert di warm Duschi uus, spilt mit der Groosmama es Eile mit Weile, kocht uf em Gaskocher sis Lieblingsmenue, Hörnli mit Aromat, und denn isch der erscht Tag eigentli scho umme.
Nid grad langwiilig, aber au nid extrem spannend, eso wie so Täg uf emen Zeltplatz halt eso sind, wenn kein Räuber kunnt, kei Schatz gfunde wird und nid emol en berüemte Fuessballer oder d’Miss Rätia kunnt go Autogramm verteile. Und vom Herr Grolimund hät er der ganz Tag nüd gsee oder ghört.

- Und wie isch gsii geschter mit Sternezelle? will d’Grossmama wüsse, wo der Hubert in sini Hängematte krücht.
- No guet, seit der Hubert, i bin zimli wiit kho. Hans i mis Heft notiert. Hüt kunnt die ander Siite vom Zuun dra.
- Und denn?
- Jo denn isch der Mond kho. Guet Nacht. 1, 2, 3, 4, 5 ...
Der Hubert zellt d’Sterne wo ner uf der andere Siite vom Zuun gseht und d’Grosmama goht no füre ins Zeltplatzrestaurant en Schlummertrunk go neh. Wo d’Grossmama zrugg kunnt isch der Hubert immer no am zelle. Er het denn no Uusdur, denkt si, bevor si in ihrem Zelt verschwindet. Denn kunnt nomol iri Hand usse mit emene Glas wo ds Gebiss dri isch. Si wellis im Schlof nid umwörfe, het sie em Hubert am Morge erklärt, drum stelli sis ins Freie usse.
- 680, 681, 682, 683,
- Schlofsch du die ganz Nacht in dere Hängematte?
Der Hubert merkt sich Zahl 683 und luegt, wer do mit ihm redet. Es isch e Maitli öppe so alt wie när mit öppis im Arm. Wäg em Dunkle gseht er nid was es isch.
- Klar, isch doch läss!, seit der Hubert.
- Ligsch jo wie ne Banana do dine, seit ds Meitli.
- I finds bequem, denkt der Hubert.
- I heisse Anouk, seid ds Meitli wiiter, mir sind hüt aako. Han müesse ufs WC und jetzt findi nümme zrugg.
- Wo sind er denn genau, seid der Hubert, wo lieber wür d’Sterne wiiterzelle.
- Bi de Birke, aber i find si im dunkle nid, seit d’Anouk
- Ganz eifach, döt hinne bisch genau falsch gloffe, seid der Hubert, Was hesch döt im Arm.
- Mis Dromedar, seit d’Anouk und streckt em Hubert ihres Plüschtier hära.
Es Dromedar, das findet der Hubert irgendwie no cool und er meint, d’Anouk heigi das sicher vo nere Zigarettereklame kriegt. Aber D’Anouk seit nei, das heigi si vom Vater kriegt, wo in der Wüeschti schaffi z’Arabie, wo me Öl pumpt. Und überhaupt verzellt d’Anouk no einiges meh über ihres Dromedar.

Han dahei es Dromedar
mit zwei Höcker, ehrlich wohr.
Schloofe tuets in minem Bett,
und wenn ich in d Wüeschti wett:

Machend mier üs zwei Juhu!
Uf de Wäg nach Timbuktu,
zu de Weihrauchbeduine,
bi de grosse Lehmruine.

„Le illa und ill allah!“,
rüefends luut, „Willkomme, do!
Ier sind üsri Wüeschtefründ.“
Und denn händs es Füür aazündt.

Grüene Wüeschtetee ufgosse,
mit em Gwehr in d Luft uf gschosse.

„Danke!“, hämmer gseit und no
Schwizerschocki füregno.

Gizibroote, Ehregäscht.
Meine Güte, dasch es Fescht!
Buuchtanz und Saharanacht,
leider bin i denn verwacht.

Will mi Mueter gruefe het:
„Hopp, ’s git Zmorge, us em Bett!“
Und i säg mim Dromedar:
„Bis hüt obig, alles klar!“

- Bisch mit den Eltere do? frogt der Hubert nochdem ihm d’Anouk d’Gschicht vo irem Dromedar verzellt het.
- Nei, seit d’Annouk, mit em Vater, aber nöchscht Wuche flügt er zrugg uf Arabie.
- Bis wenn bliibender?, frogt der Hubert
- Bis em Sunntig, seit d’Annouk und der Hubert ladet d’Anouk ii uf e Sternschnuppesuppe, will em Samschtig Vollmond isch und er wüssi au nid eso gnau was das sigi, aber sini Grossmama, die machi das und sin Vater und d Mueter die kämend ebe au.
- Ou, döt hinne kunnt er wieder!, der Hubert hebt der Finger vors Muul.
- Wer?, frogt d’Anouk
- Der Grolimund, seit der Hubert, dä wohnt döt im Wohnwage. Aber er tuet nachtwandle. Mit kurze Pischamahose und emene wiise Tischi.
Jetzt gseht ne au d’Anouk. Der Herr Grllimund lauft mit de Händ wiit vo sich gschtreckt genau uf d’Hängematte zue.
- Iiiiiiiiiiiii, schreit d’Anouk und springt zum Hubert in d’Hängematte.
Der Hubert springt genau so schnell us der Hängematte usse und nimmts Glas mit em Gebiss, vo der Grossmueter in d’Hand. D’Anouk gügslet us der Hängematte und sie ghörend beidi wie der Herr Grolimund immer nöher khunt und wie er liislig singt.
- I han es Schnäggehuus, us dem lug i gern druus, ii der Herr Grolimund triibts hüt no kunterbunt.
Der Herbert streckt em Schloofwandler Grolimund ds Gebiss vo der Grossmueter entgega und seit.
- I bin ds Schlofwandlermonschter, dreh um!
Und tatsächlich dräht sich der Herr Grolimund strampedemi um und lauft zruck zu sinem Wohnwage.
- Wow!, seit d’Anouk bewunderend, das hetti nit denkt. Erscht wo der Herr Grolimund wider in sinem Schnägg verschwunde isch, wogt si sich wieder us der Hängematte.
- Puh, seit sie, zerscht han i gmeint, es sig es Gschpengscht.
- Geschter han i au Schiss gha, seit der Hubert.
- I gohn jetz wieder zu üserem Zelt.
- I bring di schnell hintere, seid der Hubert.
- Ne, nei, jetzt findis sicher, seid d’Anouk, bisch morn no do?
- Klar seit der Hubert, bis mora. Tschüss! 684, 685, 686 ...


4. D’Mona und der Kater Jumbojet

4. D’Mona und der Kater Jumbojet

Der zweit Tag vo de Zeltplatzferie wo der Hubert mit sinere Grossmama macht kame fascht überspringe. D’Grossmama hät welle in d’Viamala und das händ sdenn au kmacht. Zum Glück hät d’Annouk törfe mitko. Sie händs luschtig kha sind d’Gletschermülene go aluege und händ ds Stägetritt zellt, wo me bruucht bis me zunderscht in der Schlucht akunt. Es paar hundert im Fall. Und sus het’s no es Galce gee. Spoot em Obig isch d’Anouk wieder bi der Hängematte vom Hubert verbiikho und si händ zuegluegt, wie der Herr Grolimund nachtwandle tuet.
- Scho e kli en komische Typ, seit d’Anouk, wo ni ne hüt gsee han ohni Nachtwandle isches mer grad kalt der Rucke abgloffe.
- Wie wenn der en Schnägg über de Rucke kroche wär? frogt der Hubert.
- Wähh, du bisch en Grüsel, rüeft d’Anouk, nei ehrlich, geschter hät er im Fall grillet vor em Wohnwage und shät wie vo verbrennte Hoor gschmeckt im Fall u gruusig.
- Pscht, seid der Hubert, mini Grossmueter schlooft, ds Gebissglas isch scho längschtens vor em Zelt.
Das isch für de Hubert nämlich ds Zeiche. Wenn d’Grossmama ds Gebiss im Glas vor ihres Zelt stellt, weiss er, dass sie schlooft.
Am nögschte Tag isch nid viel gloffe aber em Donschtig vo der erschte Wuche lernt der Luki und d’Anouk vorne bim Kiosk d’Mona kenne. D’Mona isch öppe 6 Johr alt und sie lauft immer mit emene Rucksäckli umenand.
- Warum laufsch du mit em Rucksack umme, will d’Anouk wüsse.
- Normalerwiis wär do min Kater dinne, git d’Mona zur Antwort.
- Was, en Kater? wunderet sich der Hubert, warum denn das?
Do verzellt d’Mona Gschicht vo irem Kater.

Mine Kater, dä heisst Jumbojet.
Er schlooft immer uf mim Bett,
stoht bim Zmorge gäre aa,
will kli vo mim Joghurt ha. MAU!

Öppe schleipft er Müüsli hei,
bringt si mier, i säge: „Nei!
Jumbojet, lohn d Müüs in Rueh,
friss dis Fueter, lueg, ‘s het gnueg.“ MAU!

Der Jumbojet isch nümme do!
Truurig lueg i Fotene aa
Hänke Zedle im Quartier:
„Wär het’s gsee, mis Schmuusetier?“

NIEMMER MÄLDET SECH.

Immer, wenn i dusse bi,
rüeffi, vilicht ghört er mi,
kummi denn zur Türen ii,
dänki, er könnt ume si.

ABER NÜT ISCH GSII.

Und i hoffe no ganz lang,
hoffe uf de Katzegsang.
Tage, Wuche gönd verbii...
Immer mues i truurig si.

GOPF!

Schliesslich gömmer mitenand
für 10 Tag uf Griecheland.
Wo mir zrugg sind, ligt im Bett
gmüetlich üsre Jumbojet! MAU!

„Gäll, jetz blibsch für immer do,
Wo du hiighörsch weisch genau!“
Und der Jumbojet seit... ...MAU!

- Und sithär tuen i ne immer in de Rucksack, seit d’Mona.
- Das isch jo brutal, meint d’Anouk, aber d’Mona verteidigt sich, es sigi überhaupt nid brutal, schliesslich luegi der Kopf no usse.
- Jo und jetzt?, frogt d’Anouk, wo isch der Jumbojet jetz?
- Jo jetz ischer äbe wieder verschwunde, seit d’Mona und hät Träne in de Auge.
- Sit wenn, will der Huber wüsse.
Aber d’Mona kunnt nid zum verzelle wil d’Grossmama mit emene Berg Wäsch verbiikunnt.
- Kinder wenn mir em Samschtig e richtigi Sternschnuppesuppe wend mache, denn bruuchemer dürrs Holz. Und em beschte Lärchezwigli, di knischterend so schön, wenn’s brennend.
- Jo, jo seit der Hubert, mir gönd grad go suche.
- Aber sicher, seit d’Grossmama, und lauft in ds Wäschhuus.
- Vorgeschter isch der Jumbojet ab, verzellt d’Mona wiiter, und i han em extra no es Glöckli as Flohband tue, damit i ne ghöre.
- Es Flohband seit der Hubert und zücht das Bändeli us em Sack, wo ner am erschte Tag gfunde het.
- Das isch es rüeft d’Mona,
- Wo hesch das gfunde? frogt d’Anouk.
- Döt bim Schnägg, seit der Hubert.
- Der Grolimund! seit d’Anouk und der Hubert nickt.
D’Mona frogt natürli, wer der Grolimund sig und der Hubert verzellt, dass der Herr Grolimund im Wohnwage näbe im wohni, imene sogenannte Schnägg und dass er nachtwandli.
- Jo, ergänzt d’Anouk und geschter bin i so duregloffe und do schmeckt’s nach Fleisch und vo verbrennte Hoor, im Fall u gruusig.
- Viellicht hät der Grolimund dä Kater gfange ds Fell abzoge und denn uf em Grill brötlet, der Bewiis für en Kampf wär ds verlorene Flohband folgeret der Hubert wie ne Detektiv und d’Mona fangt a brüele. D’Anouk redet der Mona guet zue und meint es sig jo no nüd bewise, aber d’Mona loht sich nid tröschte und wo d’Grossmama mit der nasse Wäsch verbiilauft und frogt, was denn los sig verzellends ire di Gschicht.
- Aber nei, doch nid der Herr Grolimund, dä isch ganz en nette, seid d’Grossmama, i han geschter über e Stund mit em pläuderlet. Dä isst doch kei Katze!
- Es isch aber en Kater, seid d’Mona, wo ufghört het brüele.
- Nett oder nid nett, seid der Hubert, wo d’Grossmueter hinter em Wäschhuus isch verschwunde zum d’Wäsch ufhänke, eis wo sicher isch, ab sofort überwachend mier de Grolimund Tag und Nacht, isch das klar.
- Und denn kunnt der Jumbojet wider?, frogt d’Mona.
Der Hubert nickt ernst.
- Dä Kater wird wider gfunde


Der Luki und sini Geiss
Der Hubert isch sich denn no lang nid sicher, ob der Herr Grolimund, wo im Wohnwage näbedra wohnt würkli so nett isch wie d’Grossmama behauptet. Immerhin tuet er nachtwandle und ds Flohband vom Kater Jumbojet, wo verschwunde isch, isch grad vor sinem Wohnwage gläge. E ganze Tag händ er, d’Anouk und Mona der Herr Grolimund nid us den Augo loh, aber sie händ leider nüd Verdächtigs entdeckt.
- Wenn eine nachtwandlet hät er es psychisches Problem, seit d’Anouk, das het mine Papa gseit und d’Mona frogt, was denn es psychisches Problem sig.
- Das isch wenn me es schlechts Gwüsse het, zum Biispil, seit der Hubert und d’Anouk meint dass es au mit em Alleisii könnti z’tue ha oder will der Herr Grolimund so dick isch.
- Jo wenn i würd Katze ässe, wäri au dick und hetti es schlechts Gwüsse, seit der Hubert und Mona fangt scho wieder fascht aa brüele.
Si laufend em Zuun wo um de Campingplatz isch entlang, will d’Anouk gmeint het, villicht heg sich der Kater Jumbojet jo in de Masche vom Zuun verfange. Plötzlich gseht d’Mona es Tier.
- Do hinter em Zuun het’s e Geiss, rüeft si, riist schnell e kli Gras ab und streckts dur de Zuun. D’Geiss frisst das Gras mit der gröschte Wöhli.
- Hoi zämme, seid en Bueb, wo hinter em Zuun näb der Geiss uftaucht. Er het roti Hoor und Summersprosse im Gsicht.
- Hoi, seit der Huber, wer bisch denn du?
- I bin der Luki und das isch mini Geiss, si heisst Wilhelmine.
- I heisse Hubert und das isch d’Anouk und das isch d’Mona. Sie het ire Kater verlore wo mier jetzt suechend und was machsch du?


Hüt bin i mit miner Geiss
uf e grossi Weltereis,
abe an de Hüenerstall,
übere zum Wasserfall.

Hintere zum Fussballplatz,
döt händ mier en tote Spatz
gsee und uf es Holzstuck to
und ne denn der Bach ab glo.

Weltereis, Weltereis,
mit der Geiss uf Weltereis.

Denn hend mier vom Bäcker Rötli
Schocki kriegt und harti Brötli,
und d Frau Hügli het üs de
alti Heftli abegee.

D Brötli, die hät d Geiss verschluckt,
d Schocki, die han i vertruckt.
Us de Heftli hämmer no
Flüger gmacht und mit üs gno.

Weltereis, Weltereis,
mit der Geiss uf Weltereis.

Zoberscht uf em Kirchturmspitz
kann me dur en schmale Schlitz
Flüger abewörfe und
luege wär em witschte kunnt.

I bin klar am witschte kho
bis uf ds Grab vom Herr Tanno.
Mini Geiss hät unterdesse
ds gelbe Heftli komplet gfrässe.

Weltereis, Weltereis,
mit der Geiss uf Weltereis.

Häsch öppe au no en tote Kater gsee?, frogt d’Mona. Der Luki schüttlet der Kopf.
- Nei, nu en dicke Maa mit emene komische Sunnehuet han i im Wald gsee.
- Der Grolimund seit der Hubert und d’Anouk wie us einem Muul, was het er gmacht?
- Weiss nid, irgend öppis gsuecht, der Luki zuckt mit de Achsle, er het sich uf jede Fall immer wieder bückt und Züg ufgläse.
- Hät er öppe es Loch buddlet, frogt der Hubert wichtig.
- Ier müend selber go luege, seit der Luki, dä isch sicher no döt.
- Wo döt?, frogt der Hubert ufgregt.
- Stiigend über de Zuun, denn zeigis eu, schloht der Luki vor.
Kum sind alli dene rennt der Luki mit der Geiss vorus und die andere springend hinnedri.
- Achtung, seit der Luki noch eme Wili, jetzt müend ier ruhig si, sus ghört er üs.
Alli schliichend so lislig wie’s goht hinter en Haslestruuch, denn liggends an Bode und luegend.
- Er treit grossi Stei und leit si uf en Hufe oder so, flüschteret der Hubert.
- Viellicht deckt er es Loch demit zue, vermuetet d’Anouk.
- Han jo gseit, er budlet es Loch. Wenn er d’Katz nid gesse het, denn hätter si mindeschtens ds tod gschlage und jetzt versuecht er si verscharre.
D’Mona kriegt wieder Träne in de Auge, sie wogt’s aber nid lut usse z’brüele, will d’Angscht grösser isch als d’Wuet, wo si uf de Herr Grolimund hät.
- Und jetz holt er Äscht und deckt alles zue, seit der Luki.
- Es söll äbe ganz unufällig usgsee, meint der Hubert.
Plötzlich kunnt der Herr Grolimund direkt uf d’Kinder zue. D’Anouk isch sicher, dass es ine jetzt an de Krage got, will sie gsee händ was der Herr Grolimund macht. So öppis hät si scho im Fernseh gsee, und döt het’s e paar Toti gee. Wie uf Komando springend alli Kinder uf und rennen schreiend dervo. Sie rennend bis zum Zuun vom Zeltplatz bevor si ahaltend. Der Herr Grolimund isch niene umme.
- Er het üs vermuetli nid nohmöge mit sim Buuch, seit der Hubert.
Nochdems wieder e biz zu Schnuf kho sind frogt D’Anouk der Luki, ob er au uf de Zeltplatz mitkämi, will si findet de Luki irgendwie en nete aber, der Luki seit mit der Geiss dörfi er nid uf de Zeltplatz.
- Aber mora Nacht könntisch mitkho, seit der Hubert, denn mache mer e Sternschnuppesuppe.
- Was isch denn das?, frogt der Luki.
- En Überraschig, seit der Hubert und es het öppis mit Vollmond z’tue.
Also guet, seit der Luki, i kumme.


D’Nacht vo der Sterschnuppesuppe

- Hüt Nacht isch Vollmond, seid d’Grossmama, hüt gits d’Sternschnuppesuppe.
Dr Hubert isch zwor scho gschpannt uf die Sternschnuppesuppe. Er und d’Anouk und d’Mona, wüssend jo no immer nid, was das denn söll si, esone Sternschnuppesuppe. Aber im Moment händ sie alli vier nid recht Ziit zum dem nohstudiere, wil d’Frog ob der Herr Grolimund nid doch der Kater Jumbojet vo der Mona umbrocht und im Wald verscharrt hät, isch öppis wo d’Kinder fascht no meh interessiert. Grad wo si parat sind gsii zum alli drei mitenand in Wald goge luege, was der Herr Grolimund döt unter dene Stei und dene Äscht versteckt hät, isch aber öppis derzwüsche kho. Der Papa und d’Mama sind igfahre. Das händs jo versproche, dass sie in der Mitti vo de Ferie uf Bsuech kömmend und bi der Sternschnuppesuppe dabiisind.
- Hoi Hubert, wie goht’s, frogt der Papa, gsesch guet uus. Häsch immer guet gschlofe.
- I han Sterne zellt, seit der Hubert.
- Und uf wie viel bisch kho?
- Uf 12 922, aber es het no meh. Ds Problem isch, dass wenn der Mond kunnt gseht me si immer schlechter. Drum han i nümme könne wiitermache.
- Jo hüt isch jo Vollmond seit d’Mama.
- Vorher gömmer aber no go bade, oder? seit der Papa.
Jo so kunnt’s dass der Hubert statt in de Wald mues in d’Badi und denn gönds no uf Thusis e paar Sache für de Schuelaafanggo go ikaufe.
- I han der Herr Grolimund au zur Sternschnuppesuppe iiglade, seit d’Grossmama.
- Nei!, rüeft dr Hubert, das kasch nid mache.
- Warum denn nid?, frogt d’Grossmama, häsch immer no ds Gfühl er hegi d’Katz vo der Mona ufgesse?
D’Mama und der Pap kömmend nid druus und d’Grossmama verzellt die ganz Gschicht mit em Jumbojet und die Grosse findents uu luschtig un der Hubert nervts.
- Mier gönd aber us em Zeltplatz für zum d’Sternschnupepsuppe mache, seid Grossmama. In ere alb Stund müend alli parat sii. Wer kunnt eigentli alles mit.
- D’Mona und d’Anouk und der Luki, seid der Hubert.
- Also guet in ere halb Stund.
Bis denn alli parat sind und vo der Gitarre bis zum Topf mit de ganze Zuetate, alles packt isch für die Suppe goht’s denn gliich no e kli länger und endlich setzt sich der ganz Zug in Bewegig. D’Grossmama, der Papa und Mama vom Hubert, d’Mona und iri beide Eltere, d’Anouk mit irem Papa, wo jo scho more wiedr uf Arabie mues abflüge, der Hubert und Luki mit sinere Geiss Wilhelmine. Ah jo wer i no fascht vergesse hetti, der Herr Grolimund, dä lauft im Fall ds vorderscht näb der Grossmama. Der Hubert kann’s kum glaube. Der muetmasslich Katzemörder. Für de Hubert isch dä Obig gloffe egal wie cool und super und i weiss was, die Stenschnuppesuppe au wird. Jo es isch sogar eso, dass der Herr Grolimund seit wo dure. Immer zeigt er mit em Arm in e Richtig und denn laufend em alli no. Der Hubert verjagt’s fascht und scho na kurzer Ziit haltet der Herr Grolimund bimene grosse Hufe mit Tanneäscht aa.
- Das isch jo genau do, wo mer geschter zuegluegt händ, wie ner Katz vergrabt, flüschteret der Hubert em Luki zue.
- Jetzt bruuchemer nu es Zündhölzli, seit der Herr Grolimund, und scho brennt das Füürli liechterloo.
- Das händ si aber super gmacht, herr Grolimund!, rüeft d’Grossmama. Und alles mit Lärchezwiig. Eifach perfekt!
Tatsächlich, der Herr Grolimund hät geschter also z’Füür für d’Sternschnuppesuppe vorbereitet, de Kinder kheit der Kifer fascht bis an Bode. Sie luegend zerscht d’Grosmama und denn der Grollimund aa mit Auge wie abrennte Spiegeleier.
- Hubert, willsch du’s aazünde, frogt d’Grosmama. Und der Hubert nimmt d’Zünhölzli ohni eis Wort. Bald flackert ds schönschte Füür.
- Jo Lärchezwiig dürri, brennend halt ebe doch em schönschte seit d’Grossmama, stellt ds Dreibei uf und hänkt der Topf dra.
- Oski, mach du mit de Theres die Suppe, seit si.
Der Papa und d’Mama vom Hubert kochend jetz e Suppe mit Selleri und Lauch und Boullion, das es e wahri Freud isch. D’Kinder stönd rundumme und luegend.
- Aber das isch eifach e normali Suppe, seit der Hubert zur Anouk, wo immer ganz nooch bi irem Papa sitzt.
Langsam dunklets ii, der Papa verteilt jedem en Zettel und denn törfend alli en Wunsch uf ire Zettel drufschriibe.
- Jetzt gsehn i d’Schternschnuppe uf der Suppe rüeft d’Grossmama. Alli stönd uf und wend au luege und tatsächlich, es glitzeret würkli öppis uf der Suppe.
- Das isch der Vollmond wo sich in de Fettblösli vo der Bouillon tuet spiegle, seit der Herr Grolimund wichtig.
- Jo und bevor’s jetzt d’Suppe git kann jede sine Wunsch is Füür wörfe und bevor’s wieder Vollmond wird isch er in Erfüllig gange, seid Grossmama und nimmt d’Gitarre füre.

Der Papa bloost ins Füür,
und d Mama rüert und macht.
Mier isch es nid ganz ghüür,
was git ächt das hüt Nacht?

En Topf stoht uf drei Bei
und ds Wasser brodlet scho,
kli Salz, en grüene Stei,
der Vollmond isch em kho.

Sternschnuppesuppe

Nu rüere, immer rüere,
seid d Mama, bis es blitzt.
En Selleri luegt füre,
der Papa bloost und schwitzt.

Jetzt gsehn i uf der Suppe,

Laternli lüchtend fiin,
e frechi Schnuppegruppe
vo Sterne gross und kliin.

Sternschnuppesuppe

Der Papa dä isch zfride,
er holt es Blatt Papier
mit eme Wunsch drufgschribe,
das wörfe mer ins Füür.

Er seit mer liis in ds Ohr
„Mit dem Suppegmisch
wird üsre Wunsch denn wohr,
bis ds nögschtmol Vollmond isch.“

Sternschnuppesuppe

Alli singend Sternschnuppesuppelied, wörfend iri Zettel in ds Füür und essend denn d’Sternschnuppesuppe. Der Herr Grolimund lächlet und der Papa vor Anouk meint, e so e gueti Suppe hegi er no nie kha.

Weisch, was ii am liebschte wett

Es isch e langi Nacht worde, die Nacht vo der Sternschnuppesuppe. Denn erschtens isch die Suppe wo sich der Vollmond dri gschieglet het, usgezeichnet gsi und zweitens het d’Grossmama Gitarre gschpilt wie ne Herrgöttli. Alli händ gsunge und glacht und gässe und trunke, der Papa vo der Anouk het e Gschicht verzellt vo mene Hund, wo es Diamanthalsband ahet und am Schluss als Sternzeiche im Himmel glandet isch, wo me ne hüt no kann gsee. Der Herrr Grollimund hät sich au guet entwicklet. Bi im händ Kinder jo gmeint, er hebi der Kater vo der Mona, der Jumbojet ufgessa oder wenigschtens abgmurkst und denn im Wald vergrabe. Dabii het er nu ds Sternschnuppesuppefüür vorbereitet. Wo d’Grossmueter im Fall afange hät der Schneewalzer singe isch der Herr Grollimund mit der Mama vom Hubert um ds Füür ummetanzt und d’Mona isch die erscht gsii wo mit tanzt het. Jo noch eme Wili isch d’Anouk au go mittanze und nu der Luki het gflüschteret, tanze seg öppis für d’Wiiber und dem het sich der Huber denn agschlosse.

Ah, jo a propos Jumbojet. Ma kann sich jo öppe vorstelle, was sich d’Mona gwünscht het bi der Sternschnuppesuppe.
- Niemer darf verrote, was für en Wunsch dass er uf de Zettel schriibt, het Grossmama gseit, sus goht er nid in Erfüllig.
Bi der Mona isch das en Usnahm. Nämlich wo sie am Obig ganz müed mit irne Eltere zrugg ins Zelt kho isch, isch der Jumbojet gmüetlich uf irem Schlofsack gläge und hät Mau gseit.
- Oh Jumbojet, hät d’Mona gruefe, i han di uf de Zettel zeichent vom Vollmondfüür, und han gwünscht, dass du wider zrugg kusch und jetz isch der Wunsch scho in Erfüllig gange.
Jo isch jo klar, die wo no nid könnt schriibe könnt ire Wunsch denk auch zeichne. D’Mona het der Jumbojet ein für allimol welle in ihre Rucksack packe und es het viel bruucht zum ire erkläre, dass das nid goht, wil e Katz es Tier isch wo d’Freiheit über alles liebt.
- Es isch aber en Kater het d’Mona gseit.
Wie au immer uf jede Fall isch es drum äbe klar gsii, was d’Mona uf ire Zettel zeichnet hät. Jo schliesslich isch der Wunsch jo in Erfüllig gange, denn kamene au verrote, oder.
Was sich d’Anouk gwünscht het, het si keinem verrote, der Luki aber hät vermuetet, es hegi sicher öppis mit em Papa z’tue.
- Wil dä more uf Arabie flügt, hät er zum Hubert gseit, und Arabie isch nid eso e eifachi Sach und es goht sicher wieder e paar Monat bis er zrugg in d’Schwiiz kunnt.
D’Mama vom Hubert het sich gwünscht, dass der Hubert no de Ferie doch würkli guet kann iischloofe.
Woher i das weiss? Jo es git äbe Sache, die weiss eine wo Gschichte erfindet. D’Grossmama het nu glächlet, wo si ire Zettel in ds Füür het gworfe. Und was sich d’Grossmama wünscht, das wird an dere Stell nid verrote.
Was sich aber der Hubert gwünscht het, das weiss i ganz genau.

Weisch, was i am liabschte wett?
Überall am ganze Bett,
Luftballön, wo Gas drii händ,
und i flüg allei ans End
vor Welt.

Furt zum offne Fenschter uus,
über üsers Nochberhuus,
über d’Kirche, über d Stadt,
wie ne Wolkeschiffpirat.

Uffe bis zum hellschte Stärn,
abe zu de Bäre z Bern,
wiiter bis uf Afrika,
döt lohn i d Ballön lo goh.

Schriibe denn a Karta hei:
„Lönd mi bitte nid allei,
do isch ds Wätter wunderschön!
Kömend, mit paar Luftballön!“

Jo, ob dä Wunsch in Erfüllig goht. Luftballön, wo am Bett agmacht sind und denn kame bis uf Afrika flüge? Am beschte vermuetli funktioniert das, wemme früe iischloft und imene tüüfe gute Traum hiflüge kann wo me will.
Für die wo no wend wüsse, wie me eso ne Sternschnuppesuppe macht sig das do nomol genau verrote.
Am beschte goht’s wenn’s Vollmond isch. Eimol im Monat isch der Mond ganz rund und denn isches au Ziit für es Vollmondfüür. Uf dem Füür stellt me es Dreibei uf und hänkt en Topf dra und denn macht me e Suppe döt dinne. Uf der Suppe spieglet sich denn irgend eswenn der Vollmond. Denn isch es Ziit zum en Zettel neh, en Wunsch drufschriibe und ne denn ins Füür wörfe. Bevors wider Vollmond isch goht der Wunsch allermeischtens in Erfüllig. Wenn er nid in Erfüllig goht mues me no e kli länger warte. Me könni im Fall die ganz Gschicht au nu mit emen Vollmondfüür mache, ohni Suppe, es funktionieri au, het d’Grossmama em Papa vo der Mona gseit,
- I mache ds ganz Johr dure jede Vollmond es Vollmondfüür, hät si gmeint. Wil Wünsch han i immer. Öppemol verbrenni au en blöde Brief wo ni kriegt han oder sus öppis wo mi ärgeret. Und einmol im Summer und eimol im Winter do machi uf em Vollmondfüür e Sternschnuppesuppe. Für denn spar i mier die grosse Wünsch uf. Bis jetzt het’s bi mir no immer funktioniert.


 
   
Sternschnuppesuppe
Auszüge anhören. Bitte dazu den entsprechenden Titel anklicken.
Sibe kugelrundi Söi  
Sternschnuppesuppe  
Weltereis mit Geiss  
   
   
   

Um die Titel wiedergeben zu können, benötigen Sie den Flash Player. Diesen können Sie, falls noch nicht auf Ihrem Computer vorhanden, für Windows und Mac direkt herunterladen.