Linard Bardill und Pippo Pollina
CAFFE CAFLISCH
neues Projekt, neue CD, neues Programm
Canzoni di amanti e migranti / Lieder über die Heimat in der Fremde
Ein Schweizer aus den Bündner Bergen wandert nach Palermo in Sizilien aus und gründet dort sein berühmtes Caffè Caflisch. Ein Sizilianer kommt mit seiner Gitarre in die Schweiz und wird ein bekannter Cantautore. Einwandern, auswandern, wandern. Pippo Pollina und Linard Bardill singen von der Heimat in der Fremde und vom Fremdsein zuhause. Verschmitzt, melancholisch, liebestief, zugvogelweit und nahe am Herzen der Zeit.
Etwas länger:
Die Zuckerbäcker aus Graubünden waren und sind legendär. Auswanderer -
Anfangs des 20. Jahrhunderts - gründeten sie Bäckereien, Konditoreien, Bars
und Caffés in Amsterdam, Moskau Dresden und Paris. So auch der aus Trin
stammende Christian Caflisch, der um 1900 in Palermo das berühmte "Caffè
Caflisch" gründete. Pippo Pollina sass in der Studentenzeit tagelang im
"Caffè Caflisch" und trank seinen Espresso, las Lampedusas Roman "il
Gattopardo" oder bereitete sich auf seine Juristenprüfung vor. Mit dem
Juristen sollte es nichts werden. Mit dem Sprung des Leoparden aber schon.
Denn im Roman heisst es, dass wer sein Glück machen wolle, die Insel früh
verlassen müsse. Lampedusa hatte an einem der Tische des Caffè Caflisch den
weltberühmt gewordenen Roman geschrieben und Pollina wagte den grossen
Schritt über das Meer. Mit Gitarre und Schlafsack bereiste er die nördlichen
Länder Europas und blieb in der Schweiz hängen. Nicht zuletzt wegen dem
Bündner Liederer Linard Bardill, der ihn als Strassenmusiker in Luzern
kennen lernte und gleich auf seine Tour durch’s Engadin einlud. Pollina nahm
an und eine Freundschaft war geboren, die nun schon 22 Jahre andauert. "I nu
passaran", hiess damals das Programm, "sie werden nicht durchkommen", die
Faschisten und Rassisten, die Ausländerhasser und falschen Patrioten.
Ziemlich militant waren Bardills rätoromanische Chanzuns damals und Pollina
wusste, wovon man sang. Schliesslich war er inzwischen selbst ein Emigrant.
Nach der grossen Bergwelttournee brachte Pollina Bardill immer wieder nach
Sizilien Und immer wieder trank man einen Caffe im "Caflisch": Quello
giusto, den richtigen italienischen eben. Heute ist das Caffè fest in
Sizilianischer Hand. Die Caflischs sind wieder in die Schweiz zurückgekehrt. Und
doch ist der Ort einer der vielen Zeugen davon, dass alle Ausländer sind, fast
überall, und dass Toleranz und offener Geist die beste Voraussetzung dafür sind,
dass aus Fremden Freunde werden.
Pollina und Bardill werden am 8. Januar 2009 mit ihrem neuen Programm "Caffè
Caflisch" in Palermo (mit einer Pressekonferenz im Caffè Caflisch) und am 10. Januar 2009 in Hausen am Albis starten (mit einem abendfüllenden Konzert bei Mengia Caflisch, der Enkelin des legendären Caffè Gründers in ihrer Opernhausener Scheuer). Erwartet werden ca. 50 Caflischs. Vom Januar 2009 bis im Dezember werden die beiden in Deutschland, Österreich, Italien und in der Schweiz (ua. in Dresden, Mailand, Rom, Wien, Salzburg, Zürich, Basel, Bern) ca. 40 Mal zu hören und zu sehen sein. In der zweiten Hälfte Dezember 08 wird das Schweizer Fernsehen einen ersten Infobeitrag im 10 vor 10 zu Caffè Caflisch ausstrahlen.
Tourplan in der Schweiz:
16.1.2009 20:00 Lenk Schulhausplatz Theaterzelt I
15.2.2009 20:00 Solothurn Hinter der Rythalle Theaterzelt I
21.3.2009 20:00 Wettingen Zirkuswiese Theaterzelt I
19.4.2009 20:00 Zürich Kasernenareal Theaterzelt I
9.5.2009 20:00 Aarau Schachen Theaterzelt I
24.5.2009 20:30 Basel Rosentalanlage Theaterzelt II
21.6.2009 20:00 Biel Expo-Park Theaterzelt I
11.7.2009 20:30 Lugano Stadio Theaterzelt I
30.8.2009 20:00 Rapperswil Knie-Platz Theaterzelt I
6.9.2009 20:00 St.Gallen Kreuzbleiche Theaterzelt I
1.10.2009 20:00 Winterthur Zeughauswiese Theaterzelt I
21.10.2009 20:00 Domat/Ems Vial Theaterzelt I
27.11.2009 19:30 Luzern Alpenquai Theaterzelt I
13.12.2009 20:00 Bern Allmend Theaterzelt I
Infos:
www.daszelt.ch
www.pippopollina.com
www.bardill.ch
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