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Kolumne So. Der Leute Glück, Weihnachten und Ems-Chemie

am Dezember 14, 2018 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

Der Leute Glück

Kolumne in der SO 14.12.18

Linard Bardill*
über das Kind,
das bald geboren
 wird

Weihnachten ist einer der letzten Nägel, an dem in dieser geistig und moralisch umnachteten Epoche Glaube, Liebe und Hoffnung hängen. Da soll ein Kind geboren werden. Dieses Kind sei unser Zuspruch auf eine neue Zeit. Es soll die Sehnsucht nach Frieden und Freiheit, nach der Fülle des Lebens und der Wahrheit stillen. Sein Name heisst: wunderbar, der Ewigkeiten Vater und Friedensfürst. Ein König sei er, sein Thron die Gerechtigkeit, sein Palast ein Stall, seine Krone das Licht der Erlösung. Weil wir uns nach diesem Kinde sehnen, feiern wir Weihnachten.

Es sieht so aus, als ob den Menschen diese Sehnsucht nach Wahrheit, Frieden und Gerechtigkeit angeboren wäre, auch in den reichen Ländern mit dem oft beschworenen besten politischen System. Denn wären wir mit den materiellen Dingen, dem dichten Dach, dem vollem Tisch zufrieden, hätten wir wohl nicht täglich Menschen, die vor den Zug springen, würde das Burn-out-Alter nicht immer weiter sinken, wären die Abteilungen der psychiatrischen Kliniken nicht so übervoll. Ginge es uns wirklich gut, Weihnachten wäre überflüssig, wir könnten das Kind vergessen.

In unserem Nachbarland wehren sich viele Bürger nicht nur gegen einen höheren Benzinpreis, sie kämpfen für die Würde ihrer Arbeit, stellen sich gegen die Arroganz der Macht, gegen das System, in dem die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden.

Der Drogenboss El Chapo soll palettenweise Dollars in seinem Keller gestapelt haben. Die Wände des Hauses von Tunesiens Diktator Ben Ali waren mit Devisen isoliert.

Sind die Reichen denn glücklich? Sind sie dem Kind näher, der Fülle des Lebens, dem Licht, der Schönheit des Himmels und der Wärme der Erde? Geld scheint nicht der wirkliche Grund zum Glück zu sein. Denn auch wenn einer schon Millionen verdient, er will doch Milliarden haben.

Die Besitzer der Ems-Chemie verdienen Hunderte Millionen im Jahr. Trotzdem verlagerten sie ihr Inkasso ins steuergünstige Luxemburg. Nicht Domat/Ems oder andere Standorte des Imperiums kommen seither in den Mehrgenuss des Firmenerfolges, sondern Luxemburg, auch so ein Briefkastenfirmenland, mit dem die Besitzerfamilie nur die Gewinnmaximierung teilt. Die Besitzer engagieren sich in der Politik. Doch seltsam: Obwohl sie das Ausland mit ihren Steuern beglücken, verlangen sie eine Schweiz mit möglichst wenig Ausländern und Abschottung vom Rest der Welt. Sie predigen Wasser und trinken Wein, und sie wollen Macht, immer mehr Macht: Nationalrat, Ständerat, Bundesrat. Dafür brauchen sie Geld. Ist das der Grund ihrer Machenschaften, wie Steuertransfer und Politlügen, die jeder durchschauen kann, der den Mut dazu hat?

Und warum werden sie von den Wählern dorthin gehievt, wo sie nur wieder den Reichen zu noch mehr Reichtum verhelfen, warum werden sie gewählt?

Macht es denn die Wähler glücklich, wenn sie der Tochter aus der zehntreichsten Familie der Schweiz zur Macht verhelfen? Und wenn ja, glauben sie, durch das fremde Geld und die fremde Macht selber ein bisschen mächtiger, selber ein bisschen glücklicher zu werden, und glauben sie so an der Gnade des Kindes Teil zu haben, das da aufrichten wird die Geknechteten, die Weinenden tröstet, die Schwachen schützen, Obdach geben wird den Vertriebenen, und den Verlassenen Gemeinschaft?

Eine nachdenkliche und lichtdurchflutete Adventszeit sei uns allen gleichermassen gegönnt.

Linard Bardill ist Theologe, Liedermacher und Autor. 
Er lebt in Scharans und ist Vater von fünf Kindern. Einmal im Monat schreibt er an dieser Stelle, worüber er als Künstler und Bündner nicht den Mund halten will.



Das mit den Männern und den Frauen 6 / 7 April 2019

am November 28, 2018 — in der Rubrik: Kurse im Atelier Bardill


Seminar zu Liebe und Sexualität

Das mit den Männern und den Frauen.
Annäherung an ein Universum

Workshop zur eigenen und gemeinsamen Sexualität, mit Inputs & Übungen für Kopf, Herz und Hand.
Noch nie wurde so viel über Sexualität geredet und geschrieben wie heute. Dennoch ist der Weg jedes einzelnen Menschen zu seiner eigenen Sexualität nicht einfacher geworden. Je mehr man nämlich zu wissen meint, umso wichtiger ist es, den Kontakt zu seinem eigenen Körper und den Weg zum andern Geschlecht je eigen zu finden. Der Workshop versucht, Fragen zu stellen und wagt sich an Antworten, die alle TeilnehmerInnen schliesslich selber finden können.

Schwerpunkte:
Crash-Kurs Geschichte der Sexualität / Reptiliengehirn und Paradies-PhantasieI / Ewige Liebe und ewige Treue / Er Sie Es / I can’t get no satisfaction / Pornoindustrie und Tabuzonen / Unio mystica und MondhütteI / Liebesgeflüster und Kindergeschrei / Metoo und Mannsbild /

Am ersten Tag sind wir getrennt unterwegs. Am zweiten versuchen wir, den Fragen und Erkenntnissen aus dem Männer- bzw. Frauentag gemeinsam auf die Spur zu kommen.

Teilnehmerbedingung:
Lust und Offenheit, sich alten und neuen Fragen zur eigenen und gemeinsamen Sexualität auszusetzen.
Kursleitung:
Linard Bardill und Michèle Stratmann
Datum und Zeiten:  
6./7. April 2019
Sa 10-21 UhrISo 10-16 (mit Pausen)
Ort: Atelier Bardill, 7412 Scharans GR
Kosten:
SFr. 495.-/ für „Paare“ SFr. 895.-
Anmeldung: 
info@malealin.com Anzahl Plätze beschränkt
Übernachtungsmöglichkeiten:
unterkünfte (1)



Kolumne SO 16.11.18

am November 16, 2018 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

Kolumne in der Südostschweiz vom 16.11.2018
Scharanser Zwischenrufe
Der Leute Wut
Über Kälber und die Wahl der Metzger.

Die Wutbürger sind am Zug. Sie wollen den IV-Schmarozern an den Kragen. Sie wollen die Migranten zurück nach Afrika oder Asien schicken, und sie wollen keine fremden Richter.
Die Wutbürger haben genug. Auch in der Schweiz. Egal, was dabei alles kaputtgeschlagen wird. Sie hauen drauf. Auf die Demokratie! Auf die Menschenrechte!  Aufs Völkerrecht! Auf alles, was fremd und schwach ist. Drauf!!!
Letzthin sprach ich auf einer Raststätte mit einem Lastwagenfahrer, der mir während einer animierten Diskussion über die Emigranten sein Gebiss entgegenstreckte: ein abgebranntes Negerdorf. Verzeihung Neger darf man nicht sagen. Man darf sie zwar im Mittelmeer ersaufen lassen, aber sagen tun wir Afrikaner. Egal. Der Lastwagenfahrer erklärte mir, er habe seit 15 Jahren kein Geld, um zum Zahnarzt zu gehen, aber diesen Drecksmigranten schiebe man die Kohle nur so in den Arsch. Er habe genug von diesen verdammten Eindringlingen und wenn er mit dem Flammenwerfer drüber könnte …
Der Mann hatte eine Stinkwut und ich verstand ihn. Ich fragt ihn, wer denn sein Chef sei und er nannte mir Herrn Giezendanner, einen Namen, den man aus dem Nationalrat kennt und über den im Wikipedia steht:  Sein temperamentvolles Auftreten macht ihn zu einem häufigen Gast in Fernsehshows. Er ist bekennender Christ und unterhält einen Saurer-Oldtimerpark. Da arbeite er ja am rechten Ort, sagte ich, sein Chef setze sich mächtig ein gegen das Migrantenpack und die Sozialschmarotzer. Ja, rief der Mann aus, ich müsse nicht meinen, er interessiere sich nicht für Politik. Ob er sich selbst denn auch für die Höhe seines eigenen Lohnes interessiere? fragte ich ihn, vielleicht habe der noch mehr mit seinen Zähnen zu tun als die Migranten.
Der Mann ging auf mich los und sagte, wenn ich seine Faust in meiner Fresse haben wolle, dann soll ich seinen Chef in den Dreck ziehen. Er hatte offensichtlich begriffen, worauf ich hinauswollte. Und er schäumte.

«Immer mit der Ruhe!» sagte ich, «ich habe mehr an eine Demo gedacht gegen die Dreckschweine, die ihre Leute so mies bezahlen und ausbeuten, dass sie ihre Zähne seit 15 Jahren nicht mehr flicken können.»
Das war dann zu viel. Der Mann, vermutlich um mich nicht spitalreif zu schlagen, verliess die Raststätte und ich überlegte mir, was ich falsch gemacht hatte.
Ich hätte so gern mit ihm über die Selbstbestimmungsinitiative gesprochen. Da wird den Leuten ja auch die Selbstbestimmung versprochen und dabei nimmt man ihnen diese gerade weg.
Mit der Wut ist es so eine Sache. Eigentlich ist sie doch gut. Sie hilft uns, dass wir uns wehren, wenn wir verscheissert werden. Um herauszufinden, wofür wir uns stark machen und gegen welchen Gegner wir kämpfen, dafür müssen wir etwas abkühlen und überlegen.
Sonst kommen die wahren Demokratie-Trojaner und machen uns weiss, dass ihr Recht über allen anderen stehe.
Stellen sie sich nur mal vor, der Herr Gietzendanner wäre der Meinung, alle demonstrierenden Lastwagenfahrer gehörten ins Gefängnis. Und er macht ein Gesetz mit seinen Spiessgesellen im Nationalrat, und das Volk sagt ja? Wo sollten wir uns dann noch hinwenden, wir, die wir auf das Recht für freie Meinung pochen? Nirgends! Ausser sie stimmen in einer Woche gegen diese hochbekloppte Initiative mit dem scheinheiligen Namen: Selbstbestimmung. Sie wurde von den Feinden der Demokratie gemacht.

 

 



Lesung/Konzert Bardill Alexandrovic

am Oktober 2, 2018 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

Lesung / Konzert
Linard Bardill liest aus seinem 2018 auf La Gomera
geschriebenen Poem:
Die Insel, 12 Tage Gesang
Neneh Alexandrovic und Band spielen und singen
Sejedina, Glossolalie-Lieder aus den Tiefen der Sprache
10. November 19.30 Uhr Kirche Scharans
Abendkasse, Eintritt 28.- / 20.-

Anlässlich seines jährlich stattfindenden Workshops «Sterbenfür Anfänger», liest Linard Bardill aus seinem noch unveröffentlichten Buch «Die Insel», 12 lyrischen Gesängen, die er im Winter 2018 auf La Gomera verfasste.
Der Literaturkritiker Hardy Ruos schreibt dazu: «Das Poem ist ein Memento Mori und Sonnengesang, bringt Odysseus mit Gandhi zusammen auf einer Insel, die ich, überzeugter Festländer, nach der Lektüre als geborener Insulaner verlasse. Hinaus in eine Welt, die auch mich tanzt, um es mit der Feder, der 12 Gesänge zu sagen.»

An der Lesung wird Neneh Alexandrovic mit Band ihre Glossolalie-Songs vortragen. Es sind Lieder in einer völlig unbekannten Sprache. Mit dem Verstand ist dieser Sprache nicht beizukommen, denn sie fliegt über dem, was wir als Sprache kennen und sie gründet unter ihr. Die Lieder werden in der von Liebe und Sehnsucht, von Glück und Freude umspielten Weite der Musik den ZuhörerInnen nah und dringen unmittelbar zum Herzen …
http://www.nenehmusic.ch/

10. November 19.30 Uhr Kirche Scharans, Abendkasse 28.-/20.-



5 Kolumnen Mai bis September in der Südostschweiz

am September 26, 2018 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

Scharanser Zwischenrufe

Die ersten 5 Kolumnen in der Südostschweiz nals PDF

  1. Der Leute Zorn
  2. 2. Der Leute Sehnsucht
  3. 3. Der Leute Kunst
  4. 4. Der Leute Kultur
  5. 5. Der Leute Nahrung
    tbc



https://www.bardill.ch/blog/?p=958

am September 4, 2018 — in der Rubrik: Zauberbett



Linard Bardill und Neneh Alexandrovic mit Band in Scharans on te%

am — in der Rubrik: Zauberbett



am August 30, 2018 — in der Rubrik: Aktuelles,Interview

28. AUGUST 2018 SRF 2 Kultur kompakt. Interview mit Fragebogen und zu einem Feuilleton Artikel in der NZZ über die Geisteswissenschaften.

https://www.srf.ch/sendungen/kultur-kompakt/blick-in-die-feuilletons-mit-linard-bardill

Link zum Artikel:

https://www.nzz.ch/feuilleton/erzaehlen-heisst-leben-ld.1405108

 



Leserbrief zur GPK in Sachen BKM skandal 2017

am Juli 30, 2018 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

Leserbriefe

Ausgabe vom 6. Juli
Zum Artikel «GPK-Bericht zum Kunstmuseum lässt viele Fragen offen»

Jetzt wissen wir es. Die Causa BKM/Kunz war nicht so toll, aber alles soweit o.k. Der Präsident Heinz und seine GPK haben bei ihrer Recherche ausser «nicht optimaler Kommunikation» nichts Gravierendes herausgefunden. Es wurden Regierungsrat Jäger und zwei Chefbeamte befragt, Riccardo Thöni vom Personalamt und Barbara Gabrielli vom Ekud. Dazu der Direktor des Museums Stefan Kunz. Keine Untersuchung des Mobbings im Museum durch Befragung des Personals, keine substanzielle Beurteilung der schlechtesten aller Lösungen in Form des Doppeldirektoriums Kunz/Seeberger, keine Untersuchung gegen den externen Berater (intern als Berufskiller gefürchteten) Peter Hinnen, dessen Vorschlag, Kunz zu degradieren, geradewegs zum bekannten Skandal geführt hat. Weiter gab es keine Untersuchung zum Regime Gabrielli, das durch Mobbing und Bossing die Voraussetzung des Desasters geschaffen hat.

In der Gewaltenteilung der Demokratie ist die GPK die Einrichtung, welche und die Regierung und damit die Verwaltung kontrollieren und in gravierenden Fällen ermahnen oder gar sanktionieren muss. Meiner Meinung nach ist dies völlig ungenügend und absolut oberflächlich geschehen. Die Glaubwürdigkeit der demokratischen Einrichtungen in Graubünden habt dadurch ein weiteres Mal Schaden genommen. Der Weg, im Sinne der Allianzen und Seilschaften, im Sinne einer Einheitspartei, die sich selber nie wirklich kontrollieren wird, ist weiterhin breit und wohl begangen. Unangenehme Wahrheiten werden am Publikum vorbeigeschwiegen. Ein Zeugnis nicht gelebter Demokratie!

Linard Bardill aus Scharans

 



Der Doppeladler. Schweiz – Kosovo, Geschichte einer Verantwortung

am Juni 26, 2018 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

Zur Frage, ob der Doppeladler territorial oder ethnisch zu verstehen ist?

Die kosovarisch/schweizerischen Heisssporne sind gebüsst nicht gesperrt worden. Glück gehabt. Lassen wir sie wieder guten Fußball spielen.

Aber doch noch einmal etwas zur Politik. Denn darum ging es trotz allen anders lautenden Bekenntnissen, gerade im Sport. Denn der Sport wurde immer schon als Mittel zu politischen Zwecken benutzt. Wenn es auch nur zum Zweck eines pazivistischen Bemühens, im Sinne von Sport statt Krieg geht. Das ist doch hochpolitisch, oder?

Zum Doppeladler: Da meinte jemand: es gehe nur um ein ethnisches nicht um ein territoriales Symbol. Das halte ich für nicht richtig:
Beim Doppeladler geht es allermeist um ein Reichssymbol. Von Byzanz bis zum heiligen römischen Reich deutscher Nation, von den Seldchuken bis bis zur K und K Monarchie. Der Doppeladler ist ein Ursymbol für das Zusammenführen von verschiedenen (ethnischen oder geografischen Teilen) in ein geeintes Reich.
dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Doppeladler
Nur ein Beispiel von vielen: zur Zeit der Völkerwanderung etwa nach 700 n.Chr. benutzten die byzantinischen Kaiser den Doppeladler als Symbol für die angestrebte Wiedervereinigung von West-und Ostrom.

Dabei ging es gerade nicht um eine Ethnie, sondern um Grossmachtspläne. Das selbe gilt für den albanischen Doppeladler. Er soll ein Zeichen sein, dass sich Albanien wieder zu seiner alten Grösse vereint. Das zeigt sich auch in den Träumen vieler Kosovaren, dermal einst mit dem Mutterland Albanien vereinigt zu werden. Das ist auch der Grund der serbischen Nervosität zu diesem Thema.
Zwar wären bei einer Vereinigung zB von Kosovo und Albaninen vor allem ethnische Albanier in diesem Reich. Aber wie immer auf dem Balkan: Es gibt keine Übereinstimmung von Territorium und Ethnie. Da sind immer verschiedene Völker im selben Gebiet beteiligt. Da geht es immer um um die Frage des Zusammenlebens und nicht um ethnische Reinheit. Die gibt es nur im Kopf, als Glaubensstruktur. Nicht aber in der Wirklichkeit.

Darum ist ein grossalbanisches Reich genauso eine Chimäre wie ein grossserbisches oder grossungarisches. Darum müssen wir den Nationalisten, die dahin streben, entgegen treten, auch wenn sie gute Fußballer sind. Auch wenn sie die Schweizer Hymne mitsingen. Auf dem Balkan kann es nur Krieg oder Zusammenleben geben. Und wir sind da ein gerütteltes Mass mit beteiligt. Denn hier in der Schweiz sind wir auch keine Ethnie, sondern eine Willensnation. Die Helvetic von 1848 hatte keine Ethnie im Sinn, sondern eine oder zwei Völker verbindende Ideen. Solche wäre das einzige Mittel gegen Hass und Nationalismus auch auf dem Balkan.

Trotzdem mag ich es den Heissspornen Shaka und Shakiri und ihrem Gutemensch-Kollegen Lichtensteiner gönnen, dass sie mit einer Busse und einem blauen Auge davon kommen. Was ich interessant finde, ist die Tatsache, dass niemand über die wirkliche politische Dimension des Konfliktes Serbien Kosowa Albanien (Bruch des Völkerrechts und damit Dammbruch für Kriege ohne Einverständnis der Uno, etc. ) geschrieben oder gesprochen hat. Oder habe ich da etwas verpasst …