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Best of 33 Jubiläumstour

am November 14, 2016 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel,BestOf33,Projekte,Wichtige Dokumente

2017 ist Linard Bardill seit 33 Jahren on the road, oder „sün viadi“, wie man auf Romanisch sagt.
Dazu gibt es eine Jubiläumstour „best of 33“. Linards beste und beliebteste Lieder im Soloprogramm.

Nach der Premiere AM 28. JULI 23.30  am Festival da Jazz, in St Moritz, im Kronenhof in Pontresina, beginnt am 20. September die Tournee. In Chur mit Cd Taufe in der Klibühne 20’00 Uhr.
Die anderen Daten:

(Für den Tourplan bitte auf das  PDF klicken)

Linard Bardill

Montag, 16. Oktober 2017  in neues Deutschland
In Freie, ins Weite 
Von Uwe Stolzmann

Sie sind sein Markenzeichen: lange Locken. Linard Bardill war ein Rebell, er ist ein Poet, ein Liederer. Im Leben nahm er so manche Steilkurve, seine Lieder zeugen davon. Gute Nachricht:
Auf zwei CDs gibt es jetzt die besten Songs aus 33 Jahren, darunter manche Überraschung. Begegnung in seinem Atelier in Scharans im Schweizer Kanton Graubünden: Ein karger Raum mit Tisch und Bank, zwei Mikros, Gitarre. Auf der Bank sitzt Linard Bardill, Jahrgang 1956, eine CD entsteht: »Der kleine Buddha«. Schon beginnt er zu singen, mit dieser starken, warmen Stimme. »Rägebogebuddha«, ein Lied für seinen Sohn. Er singt es mit Wehmut und Liebe, als ginge es just jetzt ums ganze Leben. Da ist kein Publikum. Bardill aber singt, als stünde er vor Tausenden. Eine Naturgewalt ist dieser Sänger; wer zu dicht bei ihm sitzt, wird fortgeschwemmt.Noch eine Begegnung, im Turmhaus der Familie, 15. Jahrhundert. Eine Kammer, der Tisch aus Nussbaum. Durch kleine Fenster geht der Blick ins Weite, übers Domleschgtal zum Beverin.Bardill erzählt von Tamangur, dem mythischen Arvenwald iEngadin. Erzählt, wie gefährdet der Wald sei, genau wie die Sprache der Bündner, seine Sprache, das Rumantsch. Plötzlich greift er zur Gitarre; ein Akkord erklingt,dann singt er auf Rumantsch, und das Haus scheint mitzusingen. »Der Friedhof von Schuls«: »Der Kirchturm schlägt die Stunde, im Talgrund rauscht der Inn. Der Fluss sagt, was die Glocke sagt: Das Leben kommt, das Leben geht.« Bardill war Pfarrer und war Rebell. Er ist ein Troubadour, ein Erzähler,Sänger, Komponist, auch ein Philosoph. Stets auf der Suche ist dieser Liederer: nach Erkenntnis. Er geht gern unbequeme Wege; er eckt auch gern mal an, ein charismatischer Kämpfer. Die Wegmarken dieser Lebenswanderung finden sich verstreut auf 13Platten und CDs. Drei Dutzend weitere CDs hat er für Kinder aufgenommen. Für sein Werk gab’s Goldene Schallplatten, den Salzburger Stier, den Deutschen Kleinkunstpreis. »Widerborstig« nannte die Jury seine Lieder. Nun können wir viel Gutes wiederhören, Stücke aus gut dreißig Jahren. »Best of 33«: Die Doppel- CD zeigt den ganzen Bardill, mit seinen Wunden, seiner Weisheit. Zeigt den Mann, der die Welt verändern möchte, und den, der sie bewahren will. Deutsch und Rumantsch singt er, mal heiter und mal melancholisch, von Liebe und Tod. Über Dichter, die er liebt. Über die schwierige Heimat. Von Tamangur und vom Rägebogebuddha. Und natürlich vom Friedhof in Schuls. Die Gitarre fordert, treibt, aber häufiger singt auch sie. »Che allegria«, schreibt Linard Bardill auf der CD, »dies alles mit euch teilen zu dürfen!« Danke, Linard, möchte man antworten. Danke, dass du uns mitnimmst in deine Weite.

Linard Bardill: Best of 33 (Sound-Service)

https://www.festivaldajazz.ch/de/programm/linard-bardill

Cul Asen pel muond aint (mit dem Esel durch die Welt)
Eselreise durchs legendäre Tamangur
6. – 9. August 2017  Zeitraum: 6. – 9. Und 10. – 13. August 2017

Die Eselreise ist Geschichte. Es waren wunderbre Tage im Wald von Tamangur. Mit 30 Kindern, 6 Erwachsene und 10 Esel . Dazu unzählige Arvenhäher, Murmeli, Betschlas ed ils Dschembers da Tamangur.
Eine Kindheit ohne Tiere kann ich mir nicht als glücklich vorstellen.
Aber keine Angst, wir werden die Reise nächstes Jahr wieder durchführen. Daten und Infos folgen.

Hier ein paar Eindrücke aus der Presse

Mit Eseln und Kindern

Nähere Infos:
http://www.bardill.ch/wordpress/wp-content/uploads/2016/11/Cul-Asen-pel-muond-aint-1.doc

Anmeldung für Kinder ab der 3. Klasse: linardbardill(ät) bardill.ch

 

 

 



Sterben für Anfänger Zum ersten Mal in Deutschland

am Juli 27, 2016 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

Sterben für Anfänger oder die Kunst am Leben zu bleibenIm Theateramrand.de in Zollbrücke findet am 14. August 2016 zum 1. Mal der Workshop „Sterben für Anfänger“ mit Konzert statt. Das Thema interessiert immer mehr Menschen, die nicht mehr bereit sind das Tabu Sterben aufrecht zu erhalten.

http://www.theateramrand.de/spielplan/spielplan.php?month=8

Artikel zum Thema:
https://www.sein.de/brandenburg/etwas-federn-und-dann-gehen-sterben-fuer-anfaenger/

Artikel zum herunterladen
Sterben für Anfänger oder die Kunst am Leben zu bleiben

 



Die NZZ als Sprachrohr der Nicht mehr Merkel Versteher

am November 2, 2015 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

 

In der NZZ online wurde heute früh am 2.11.2015 ein Artikel von von Hans-Hermann Tiedge zum Thema Merkeldämmerung publiziert. Darin ruft der ehemalige Chefredaktor der Bildzeitung den Finanzminister Schäuble auf, Merkel vom Thron zu stossen, weil ihre Flüchtlingspolitik ins Desaster zu laufen begänne: „Noch macht Schäuble gute Miene. Doch wann zieht er den Stecker raus?“ Der Satz der Kanzlerin, «Das Grundrecht auf Asyl kennt keine Obergrenze.» nimmt er zum Anlass, dass bald eine Million Flüchtlinge in D angekommen sind. Er erwähnt mit keinem Wort, dass die Politik der Grossmächte USA und Russland, plus die der Europäer an der Flüchtlingsmisere Schuld sind. Er macht Frau Merkel dafür verantwortlich. Das ist ein beliebter Trugschluss. Das Kaninchen schaut auf die Schlange und wird von ihr gefressen. Die Schlange wäre immer noch der Krieg und der Glaube, mit dem Krieg reich zu werden und mit Krieg die Probleme lösen zu können.
http://www.nzz.ch/meinung/merkeldaemmerung-1.18639497#kommentare

Vor 2 Wochen schrieb ich, dass auch Europa wieder die Grenzen schliessen wird, so oder so, denn Europa ist limitiert, Flüchtlinge aufzunehmen. Das hat verschiedenen Gründe. Vom hohen Standart der Vorstellung, was ein lebenswürdige Unterkunft ist (In der Türkei leben 2 Millionen Syrer in Zelten) bis zum winterlichen und politischen Klima.  Aber Tatsache ist, politisch wird Herr Tiedge Recht behalten, Frau Merkel wird von der Krise weggefegt, so wie der um jeden Preis an der Macht gehaltene Euro verschwinden wird. Das sagen sagen – schon länger – Leute mit grossem Wissen und Unabhängigkeit, die mir mehr bedeuten als die veröffentlichte Meinung in den Mainstream Medien, zum Beispiel Prof DR Karl Albrecht Schachtschneider,

 

andere unabhängige Denker und Beobachter sehen die Flüchtlingskrise aus der Perspektive der Destabilisierung des arabischen Halbmondes und des daraus folgenden Krieges gegen den Afghanistan, den Irka, Libyen und Syrien, ein Krieg, der für Nordafrika längst zum Flächenbrand geworden ist.

 

oder der amerikanische Leiter des Thinktanks Stratfor Georg Friedman, der die grossen geostrategischen Interessen der USA aus dem Blickwinkel der USA gegenüber Europa erläutert:

https://www.youtube.com/watch?v=LYYUTdudbus

Was können wir tun? Keine Waffenlieferungen mehr! Weil Frieden kann man mit Waffen nicht schützen. Weiterhin Einsatz für den Frieden in der OSZE mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen. Wer mag kann auch beten oder meditieren. Die Welt ist düsterer geworden, die Hoffnungen eingetrübt. Lasst uns ein Licht anzünden, in jeder Stube, in jedem Herzen, auf jeder Strasse.



Kurz vor einem Weltkrieg?

am Oktober 9, 2015 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

In einem Besorgnis erregenden Artikel von 20 Minuten.ch

http://www.20min.ch/ausland/news/story/Putin-nimmt-ein-naechstes-Ziel-ins-Visier—die-Nato-11413795

zitiert das Gratisblatt den Artikel einer Washingtoner Online – Zeitung, nach welchem Putin in den nächsten 16 Monaten Osteuropa und Syrien so destabilisieren werde, dass die Nato sowohl in Syrien wie in der Ukraine eine ungeheure Schlappe einzustecken hätte. «Die Nato wäre entlarvt als ein Bund ohne Schwert. Und Millionen von Osteuropäern kämen unter die Fuchtel von Wladimir Putin.» zitiert 20 Minuten den Autor Matthew Continetti von «Washington Beacon».

Der Syrienkonflikt, in dem die Russen überraschend eingegriffen haben, könnte zum Ausgang eines noch viel weiteren, sprich weltweiten Krieges werden. Die „Ostfront“, sprich Ukrainekonflikt,  würde somit auf Grund des russischen Syrieneinsatzes zur Nagelprobe für die Nato, die sich zwischen Krieg gegen Russland oder Verrat an seinen Verbündeten im Osten entscheiden müsste.  Es wird ganz offen Angst vor einem Weltkrieg gemacht.
Fastkollisionen von Amerikanischen und Russischen Militärflugzeugen und eine de facto nicht mehr durchsetzbare Flugverbotszone in Syrien seien die untrüglichen Indizien für die definitive Rückkehr Russlands zum politischen global Player Wobei das Wort Player etwas gar sportlich tönt. Es erinnert an den 1. WK als der deutsche Kronprinz mit dem Tennisschläger in der Hand  seine Mann mit  einem herzhaften „immer feste druff“ in das grosse Menschenschlachten  schickte.
Nachdem Gorbatschew (immer noch der meist gehasste Mann in Russland)  und Jelzin Russland an fremde Mächten verkauft habe, werde Putin nun Russland zurück zur Macht führen, heisst es in der russischen Propaganda.
Mit im Boot der Machthungrigen: Saudi-Arabien mit seinem Krieg gegen Jemen und der Drohkulisse gegen Iran und der Iran selbst, der in seinem Einflussgebiet schiitische Kräfte aufbaut und unterstützt mit dem Ziel einer schiitischen Machterweiterung. Dazu kommt Israel. Kriegserfahren und gewillt seine kleine Existenz bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen. Ein möglicher dritter Weltkrieg liegt in der Luft. Die Angst vor ihm wird schon in den sonst doch eher harmlosen einheimischen Gratispostillen wie 20 Minuten heraufbeschworen und geschürt.
Will man uns klar machen, dass wir bald Dinge zu akzeptieren haben, die wir uns noch vor kurzem nicht hätten vorstellen können?
Präsident Recep Tayyip Erdogan erinnerte jüngst in Brüssel an das gegenseitige Hilfsversprechen der Mitgliedsländer, als er sagte: «Ein Angriff auf die Türkei ist ein Angriff auf die Nato.»

Mir kommt es vor, als ob wir auf einen grossen Krieg vorbereitet würden. Oder zumindest auf einer gewaltige Machtverschiebung in der Welt mit unvorstellbaren Opfern und Verlierern. Die Flüchtlinge sind nur der physische Beweis dafür. Auch Europa kommt nicht darum  herum zu begreifen, dass es zum Spielball von Mächten geworden ist, die es längst nicht mehr zu kontrollieren weiss. Die Engländer haben auf Seiten der Amerikaner dem Irak die nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen zerstört (die Schätzung der Toten Im Irak geht von 100’000 bis zu einer Million), die Franzosen haben siegestrunken Gadhafi niedergebombt. Die Deutschen haben lauthals ihre Interessen am Hindukusch verteidigt. Heute verteidigen sie gar nichts mehr. Und in kurzer Zeit werden sie sich aufreiben mit der Frage, wie man die Flüchtlingsströme stoppen kann und wie man die Aufgenommenen wieder los wird. Welche Mächte sind an diesem Krieg interessiert? Wer ist der Gewinner? Wenn zwei sich den Schädel einschlagen, gibt es immer einen lachenden Dritten. Aber hier schlagen sich bald 3, 4, 5 gegenseitig die Schädel ein –  mit so genannten Kollateralschaden von Millionen Toten und Flüchtlingen und mit der Zerstörung von Städten, Kulturen, und ziviler Errungenschaften. Wer soll da der lachende 3. 4. oder 5. sein. Die Globalisten, wie einige Verschwörungsgewisse meinen, die Bilderberger, die Freimaurer?
Was ich sicher weiss: Im Krieg sind die Menschen, die einfach nur leben , ihre Kinder grossziehen, mal Ferien am Meer oder in den Bergen machen wollen, also wohl 99% aller Menschen, die keine Ambitionen auf Weltherrschaft haben und die niemandem ihren Willen aufzuzwingen wollen, diese Menschen sind im Krieg immer unter den Verlierern.
Ich lasse mir die Hoffnung, dass Frieden möglich ist, nicht nehmen. Und bete für ihn. Jesus sagt: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch“. Buddha sagt: „Wie wunderbar, alle Wesen ganz und vollkommen von Anbeginn“. Diesem Geheimnis nachzuspüren halte ich für lohnenswerter als mich von der Angst verwirren und versteinern zu lassen. Ich weiss, das ist wenig. Aber es ist immer noch mehr als in den Chor derer einzustimmen, die sich mit dem Irrsinn abgefunden oder gar arrangiert haben.
Scharans am 9. Oktober 2015
Linard Bardill

http://www.20min.ch/ausland/news/story/Putin-nimmt-ein-naechstes-Ziel-ins-Visier—die-Nato-11413795

 



Uraufführung vom Schellenursli Film in Chur

am Oktober 5, 2015 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

In der Beilage zum Sonntagsblick letzten Sonntag:



Michaels Streittag

am September 29, 2015 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

Guten Morgen,
Leute heute ist Michaels Streittag. Er schmeisst den Drachen aus dem Himmel auf die Erde und das ist für die Erde eine gröbere Herausforderung. Die haben zwar den Himmel gesäubert von diesem Unvieh. Aber nun müssen wir ran. Ritter Georg hat sein Schwert gelockert und ist im Anritt auf die Höhle. Wir im Westen sind gewohnt gegen das Böse zu kämpfen. Georg siegt schliesslich mit Hilfe des Lichtschwertes von Michael und dem guten Rat des Einsiedlers, der um den Segen bittet. Im Osten bekämpfen sie das Böse nicht. Sie lösen es einfach auf, in dem sie die Polarität in sich auflösen. Buddha soll bei seiner Erleuchtung gesagt haben: Wie wunderbar, alle Wesen ganz und vollkommen! Seit seiner Erleuchtung versuchen die Mönche und Gläubigen herauszufinden, wie er das wohl gemeint haben könnte. Oder sie haben sich auf den Weg gemacht, selbst zu dieser Erkenntnis zu kommen. Jesus sagt: das Reich Gottes ist mitten unter euch. Ob das etwa in die gleiche Richtung geht? Ist das Reich Gottes auch in Syrien, oder bei der Führung des IS oder bei Herrn Holland, der jetzt auch noch schnell ein wenig herumbombardieren tut, damit man ihn am Ende der Kästelte nicht vergisst. Kommt man in die Welt, ist mit der Auflösung der Dualität schlecht Kirschen essen. Da muss man nicht bis Syrien! Herr Ziegler, der nach nach 12 Jahren Erfahrung als Nationalrat, das Schweizer Parlament als eine reine Alibiübung einer Scheindemokratie, in der vor allem die Banken und Grosskonzerne das Sagen haben, ein Land wo die Multis, Banken-, Chemie-, Lebensmittel- Rohstoffgiganten mit Hilfe von gewählten sog Volksvertretern, die aber vor allem Lobbyisten sind, die Geschicke des Landes leiten. Soll man nun gegen diese unheilige Allianz von Medienkaspern und Finanzolligarchen kämpfen wie Michael, oder soll man das Licht suchen und retten, heimholen, was nicht verdorben ist, wie es die frühen Gnostiker raten. Und was ist mit mir, der ich auch mehr habe, als ich wirklich brauche. Sollte ich alles den Armen verschenken bevor ich überhaupt meine Stimme erhebe? Oder ist gerade der Versuch die Welt verbessern zu wollen zum Scheitern verurteilt, weil die Welt eben nicht verbessert sondern nur überwunden werden kann, und somit jede Liebesmüh um Gerechtigkeit und Frieden umsonst. Michaelsfragen! Ich wünsche allen einen streitbaren friedlichen Tag.


Merkel will mit Assad sprechen

am September 24, 2015 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

Endlich! Frau Merkel will mit Assat sprechen
http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-merkel-will-gespraeche-mit-assad-a-1054471.html
Eine westliche Geste der Deeskalation! Ob das zum Ziel führt, weiss keiner. Aber die Angst, dass Putin das Chaos in Syrien und damit die Flüchtlingsmisere noch vergrössert, bringt nun Merkel auf die erstmalige Idee über den Syrienkrieg mit Worten statt mit Waffen zu sprechen. Bisher ist Assat – wie Gadhafi oder Saddam – einfach als Teufel dargestellt worden. MitTeufeln kann man nicht reden. Dabei ist einzig das Gespräch die Möglichkeit, anders als mit Waffen zu sprechen. Eventuell müsste jetzt auch eine etwas andere Rede über den Diktator gewagt werden. Dabei geht es nicht darum seine Kriegsverbrechen zu verharmlosen. Aber es geht um die Frage, wie ist es zum Syrienkonflikt gekommen. Wer hatte Interesse an ihm und warum musste Assat so reagieren, wie er reagiert hat. Daniele Ganser tut dies seit Anfang des Krieges. Es lohnt sich, ihn einmal genauer zu Wort kommen zu lassen.

Ob nun dieser von vielen Friedensinspirierten erhoffte runde Tisch zum Frieden oder nur zum gemeinsamen noch verrückteren Krieg gegen den IS führt, weiss niemand. Immerhin ist ein Ansatz zur (partiellen) Verständigung ein möglicher Anfang, die Kriegsspirale für einen Augenblick anzuhalten.
ich wünsche der Kanzlerin viel Glück!



Friedensstrategien und Krisenmanagement

am September 21, 2015 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

Der ungarische Ministerpräsiodent Orban antwortete auf die Frage des Tagesanzeigers, was man denn gegen die Flüchtlingskrise tun könne: „Vor allem, keine Staaten mehr zerstören.“ Auch Frau Wagenknecht von der deutschen Linken sagt Ähnliches. Nun, die Linken und die Rechten sind nicht beliebt. Orban wird als Hardliner und Ultrarechter beschimpft und Wagenknecht bekommt nicht allzu viel Raum in den deutschen Mainstream Medien. Andere, die kritisch sind und andere Erklärungen für die Krise formulieren, werden nicht beachtet oder als Verschwörungstheoretiker verunglimpft.
Meine Gedanken zu den Flüchtlingen sind:

Europa bekommt nun die Quittung auf die Agression, die sie gegen die Diktatoren im Nahen Osten (Saddam Hussein, Assad, Gaddhafi), gegen Al Quaid, und neuerdings gegen den islamischen Staat gezeigt haben. (Organisationen übrigens, welche die Amerikaner tatkräftig mit aufgebaut haben). Die Bejubelung und Unterstützung des arabischen Frühlings war nur der Anfang des (bewussten?) Irrtums. Leider ist der Hauptagressor Amerika im Hintergrund und weit davon entfernt, die Verantwortung für das totale Chaos zu übernehmen. Amerika hat nach 9.11 den Krieg gegen den Terror ausgerufen, die Europäer sind ihm (mit Ausnahme der Deutschen gegen Irak) mehr oder weniger kritiklos gefolgt.
Europa ist beschädigt und Europa ist beschäftigt!

Europa hat mitgemischt vor allem in Libyen aber auch in Afghanistan und Syrien. Daher ist die Flüchtlingskrise auch hausgemacht. Europa hat als Vasall der Amerikaner den ganzen arabischen Halbmond so destabilisiert und ins Chaos gestürzt, dass die Flüchtlingsströme die logische Folge dieser falschen, aggressiven, arrogante, eurozentrischen und vor allem dummen Politik sind.

Aber Europa wird niemals den ganzen Flüchtlingsstrom bewältigen können. Irgendwann wird der europäische Zaun wieder aufgerichtet, nicht nur in Ungarn. Nach 10 Millionen, nach 20 Millionenoder nach 100Millionen? Es ist nicht möglich, alle Menschen aufzunehmen, die sich nach einem besseren Leben sehnen oder die Opfer der Kriege sind. Noch einmal: Alles Kriege, die durch die USA, die Briten, die Franzosen und übrigen Europäer vom Zaun gebrochen worden sind. Der Westen hat nichts anderes verdient als diese Flüchtlingswelle. Nun müssen wir damit fertig werden.
Es geht nicht, dass wir die Flüchtlinge im Meer ertrinken lassen. Wir werden aber auch nie alle aufnehmen können. Neben der Bewältigung der humanitären Katastrophe durch eine zeitlich begrenzte Aufnahme brauchen wir – viel entscheidender – neue Konzepte, die dafür sorgen, dass Flüchtlinge in den Nachbarstaaten überleben können und die es verhindert, dass noch mehr Menschen fliehen müssen. Werden die Kriege nämlich in Syrien, Irak, Lybien, Jemen weiter eskalieren, sind neue Flüchtlingsströme die logische Folge.

Darum braucht es endlich neue Strategien!

Die einzige adäquate Lösung: Wir müssen die Länder in der Umgebung der Kriegsherde in ihren Bemühungen um die Flüchtlinge unterstützen (Türkei, Jordanien etc). Wir müssen mithelfen, dass die Menschen wieder wieder zum Dialog und zu Verhandlungen zurückfinden: Nur Frieden verhindert die Flüchtlingsströme.Das bedeutet auch:  Keine Waffen mehr in die Krisengebieten zu liefern, denn mit Waffen kann man nur weiter Krieg säen. Es braucht einen moralischen und politischen Aufstand gegen die Kriegstreiber und – gewinnler. Die Medien und Parlamente müssen die Friedensbereiten unterstützen statt immer neue Feindbilder aufzubauen und dann zu bekämpfen!
Das wäre auch der Beitrag der Schweiz. Wir könnten uns  diplomatisch um Frieden im nahen Osten bemühen. Wir haben Erfahrung und sind neutral. Dazu: Wir brauchen in Europa Medien, welche die wahren Hintergründe der Krise aufzeigen, Orte wo öffentlich überdies Möglichkeit nachgedacht wird, wie Frieden geschaffen werden könnte. Es gibt in der Schweiz dazu gute Ansätze: zB bei Daniele Ganser, Friedensforscher aus Basel, www.danieleganser.ch. Leider beschränken sich viele Friedensorganisationen nur darauf, auf das Flüchtlingselend aufmerksam zu machen. Das ist aber – wie beschrieben – nur die eine Seite.

Ein neues Denken wird ein neues Handeln bewerkstelligen.
Diesem Denken, dieser Strategie muss der Bundesrat verpflichtet werden. Das sollte das Thema der im Oktober stattfindenden Wahlen sein! Ich wähle Parlamentarier, die sich für eine diesbezüglich neue Strategie einsetzen! Leider habe ich noch wenig Kandidaten gehört, die dazu überhaupt Stellung bezogen oder gar eine Strategie formuliert haben. Geben wir nicht auf, Strecken wir nicht die Köpfe in den Sand, formulieren wir die Gegenposition. Frieden ohne Waffen!



Groki, Was die Welt verbindet, Chöre mit Grosseltern und ihren Enkeln

am August 13, 2015 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

Der Liedermacher, Geschichtenerzähler, Autor und Musiker Linard Bardill mit seinem neusten Projekt ‚Gschenkti Ziit – Lieder aus drei Generationen’ 

 

Zusammen mit dem Groki-Chor, der aus Grosseltern und ihren Enkelkindern besteht, trägt Linard Bardill alte und neue Lieder vor. Die Kinder werden mit dem alten Liedgut und der damit verbundenen Geschichte der Grosseltern konfrontiert, und die Grosseltern lernen neue Lieder, Rhythmen und Themen der Kinder kennen. Begleitet wird der Chor von einem Trio – und natürlich von Linard Bardill mit seinen Geschichten.

Grosseltern und Enkel lernen und singen mit dem Team von Linard Bardill alte und neue Lieder (GroKis aus aller Welt, auch Wahlenkel mit Wahlgrosseltern willkommen)

Singen ist gesund und macht Spass, singen verbindet.

Ziel ist es: alte und neue Lieder zu lernen,  und – wer Lust hat – mitzukommen auf ein paar Konzerte durch Schweizer Städte mit Linard Bardill und seinen Musikern.

Was es braucht: Zeit für ca 6-8 Proben und ev ein Wochenende im Winterhalbjahr 15/16

Anmeldung bei: buero@bardill.ch

Namaste! Wer hilft mit? Mirupafshim! Miar freuand üs! Sei Salidaus!

 

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Linard Bardill gehört zu den aussergewöhnlichsten und erfolgreichsten Persönlichkeiten der Schweizer Kleinkunst-Szene. Er erhielt 1989 den deutschen Kleinkunstpreis und den Salzburger Stier. 1997 erschien seine erste Kinder-CD «Luege, was der Mond so macht». Sie wurde mit Platin ausgezeichnet. Mit verschiedenen Orchestern entwickelte Bardill seine eigene Art, klassische Musik Kindern nahe zu bringen. Bardill spielt mit Grössen wierPippo Pollina, Wladimir Ashkenazi, Mich Gerbe, Max Lässer und vielen mehr zusammen. Mit dem Singspiel „nid so schnell, Wilhlem Tell“  hat er eine kritisch integrative „Eidgenossenschaft für Anfänger“ geschaffen, die in ihrer Art einmalig ist und schon über 120 Mal aufgeführt wurde.

 



Millistrade Artikel

am Juni 18, 2015 — in der Rubrik: Aktuelles,Artikel

Artikel in der BZ über Millistrade

Uraufführung 20 Juni 2015 1630 Casino basel mit dem Sinfonieorchester Basel vier Sängerinnen der Mädchenkantorei Basel, Natasha Secrist als Carol und Linard bardill als Erzähler

E-Paper-Ausgabe_bz Basel_Montag, 15 Juni 2015